Franks Coming out Erinnerungen – Video Interview

Franks coming out Erinnerungen gibt es derzeit im Deutschen Historischen Museum in einem Video zu sehen – und jetzt auch hier auf 2mecs:

Im Deutschen Historischen Museum und im Schwulen Museum* eröffnete jüngst die Ausstellung ‚Homosexualität_en‘. Der erste Saal der Ausstellung im DHM widmet sich dem Thema Coming Out.

Dem Aufruf des Schwulen Museums folgend habe ich über meine Coming out – Erinnerungen berichtet. Das dabei im November 2014 entstandene Video ist bis Dezember 2015 im Deutschen Historischen Museum zu sehen in der Ausstellung Homosexualität_en – und dank der Einwilligung des Museums jetzt auch hier:

Copyright des Videos Franks Coming out Erinnerungen : Schwules Museum*

Das Video ist auch in der vom 12. Mai bis 4. September 2016 in Münster gezeigten Ausstellung ‚Homosexualität_en‘ zu sehen.

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in this video Frank talks about his coming out 1979/1980, the reaction of his parents, and a conversation with a judge
(video with english subtitles)

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und hier gibt’s / see also Ullis coming out Erinnerungen

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Unterwegs mit Bolly Duster – 5: alles eine Frage des Namens

Bolly war ja nu zwei Tage in Bordeaux, ausruhen. Die beiden waren viel unterwegs, ich hab eher verschnauft …

Woder denn mein Name kommt, fragt da einer. Na wo se mich so fragen, also … na wie soll ich sagen … die Schlankeste bin ich ja eben nich, mit der Taille … aber immerhin … ach … finden Sie? … ja? … ach danke, „vollschlank“ … is ja nett … det freut mich ja 🙂 … Also da passt Bolly doch ganz gut, find ich.

Boly hat übrigens nix mit Indien und Celluloid zu tun, wie se vielleicht vermutet haben. Nee, Film, det wär ja was Feines, hat aber bisher nicht geklappt. Aber man weiß ja nie …

Ich komm eher so ausser Nähe von de Karparten, allerdings mit französische Eltern.
Eigentlich bin ich ja sogar was Besseres, mein voller Name is ja ‚Bolly Duster de Relieur‘. Aber det mit dem Adel, is ja auch längst vorbei. Also für Sie einfach Bolly, ja?

Meinen Namen ham se mir ja sogar draußen dran geschrieben, also den Familiennamen jedenfalls, sehn se?

Bolly Duster
Bolly Duster

Hier in Frankreich sind übrigens auffällig viele aus unserer scheinbar doch recht großen Fam,ile untwegs, auf der Autobahn hab ich schon einige Verwandte gesehen, und neulich auf’m Parkplatz sogar direkt neben mir … war aber kein ‚de Relieur‘ 😉

Bolly Duster trifft Verwandte
Bolly Duster trifft Verwandte

Unterwegs mit Bolly Duster – 4: hoch und weit zwischen Nord und Süd

Zwei Tage war Bolly in Le Havre. Hat ganz nett gewohnt – im Seemannsheim. Aber nicht dass bei Ihnen die Phantasien durchgehen, Bolly war ganz anständig.

Dafür war’s nach dem Pausen-Tag gestern heute richtig anstrengend. Heute Morgen noch Le Havre, und heut Abend schon in Barbezieux, nahe Alencon Angouleme – das ist weit. Und warum? Wir wollten eigentlich an die Charente – aber eine ganze Region war ausgebucht, und das wegen eines Fahrrad-Rennens!

Ulli am Steuer

Ulli am Steuer

Aber heute war’s nicht nur weit, sondern auch heute.  Hoch über der Seine sind wir gefahren, auf der wunderbaren Pont de Normandie.

Bolly Duster auf der Pont de Normandie
Bolly Duster auf der Pont de Normandie

Und Hochklultur hatten wir auch … auf einem Friedhof, in einem Dorf nahe Potiers. Schreiben die bestimmt noch drüber.

Abends sind wir völlig unerwartet in einem netten Hotel gelandet, da steh ich jetzt hinter’m Haus und ruh mich aus, während die beiden für relativ wenig Geld ziemlich gut gegessen haben (Chez Nicot in Barbezieux).

 

Unterwegs mit Bolly Duster – 3: das erste Mal

Gestern hat Bolly das erste Mal …

… das Meer gesehen 🙂

Bolly sieht Meer
Bolly sieht Meer

Und Bolly hat das Meer nicht etwa irgendwo zum ersten Mal gesehen!
Nein, an einer ganz besonderen Stelle: die haben mich nach Sangatte gefahren. Kennen Sie nicht? Doch … bestimmt, das ist der Ort, an dem der Kanaltunnel unter Frankreich verschwindet und später in England wieder heraus kommt. Da sind sie ganz stolz drauf, und haben sich eine der Tunnel-Bohrmaschinen als erinnerung auf nen Kreisel gestellt …

Tunnelbohrmaschine des Kanaltunnels auf einem Kreisel bei Coquelles
Tunnelbohrmaschine des Kanaltunnels auf einem Kreisel bei Coquelles

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und Bolly hat das erste Mal …

… was in Frankreich was zu trinken bekommen,.

Aber was … ts ts …

Bolly tankt Gazole
Bolly tankt Gazole

Gazole heißt das hier.
Würden Sie Gasöl trinken?
Ja wie klingt denn das?
Bei ‚Diesel‘, ja da konnte man ja noch von nem hübschen Rudi phantasieren.
Aber Gasöl?
Da fällt mir ja nix zu ein.
Also … daran musste Bolly sich erstmal gewöhnen …

… und hat sich in Le Havre erstmal schlafen gestellt …

Bolly schläft in Le Havre
Bolly schläft in Le Havre

 

Unterwegs mit Bolly Duster – 2: drei an einem Tag

Also drei an einem Tag, das is ja in meinem Alter doch schon ganz schön viel.

Aber die Jungs schien das gar nicht zu stören, ganz im Gegenteil:

Grenzen 2 B Grenzen 1 NL Grenzen 3 F

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Erholen wollten wir uns hier …

"Raststätte" in Belgien
„Raststätte“ in Belgien

Sieht aus wie ein Hochbunker, was?
Innen war’s dann aber doch ganz okay, sagten die Jungs, ich musst‘ ja unten bleiben.

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Morgens noch in Bielefeld, waren wir nachmittags dann schon in Lille.
Die Jungs in ihr vorher reserviertes Hotel (da warn die schon mal, glaub ich).
Und ich?
Mich haben die im Keller abgestellt!

Bolly Duster im Darkroom
Bolly Duster im Darkroom

Naja, macht Dolly halt ihre ersten Darkroom – Erfahrungen. Vielleicht berichte ich Ihnen gelegentlich, was sich da nachts so abgespielt hat …

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Lille ist übrigens auch Stadt der Biere. Sagen die Jungs. Ich durft ja nicht mit …

Lille Stadt der Biere - Bier-Regal in einem Innenstadt-Supermarkt
Lille Stadt der Biere – Bier-Regal in einem Innenstadt-Supermarkt

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Unterwegs mit Bolly Duster – 1: Bielefeld gibt es ja doch?

Über’n Tag war’s eigentlich ganz ruhig. Hübsch war, wie wir so durch das Weserbergland geglitten sind, so mit Stan Getz und den beiden Gilbertos. Kennen Sie doch, oder? Astrud und Joao, ‚Tiki tika bim bam, tiki tiki bim bom‘ und so …

Allerdings, wir freuen uns ja schon alle auf die französischen Autobahn-Toiletten. Das was wir heute gesehen haben, diese stinkende und kaum funktionsfähige Kloake, da schämt man sich eher …

Erste Station also Bielefeld. Gibt es also doch. Wir sind dann mal kurz reingefahren. Suuuuper langweilig! Die Jungs haben mich an einer Ausfallstraße abgestellt und mir dann später erzählt, dass sie in einer schönen Kirche waren. Dann sind sie zum Rathausplatz gegangen, und siehe da, Bielefeld kann auch sehr hübsch sein.

Der erste Apéritif wurde getrunken, und die Frage stand im Raum: wieso wohnen ausgerechnet hier so viele Tucken?

Ich fürchte, wir müssen diese Frage später einmal erörtern – die Jungs waren hungrig, also zurück ins Vorstadt-Hotel. Ich darf mich ausruhen, und die Jungs kriegen Wildschwein.

Morgen geht’s weiter nach Lille. Hoffentlich wird das hübscher.

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Bielefeld gibt es doch
Bielefeld gibt es doch

Ist das Bielefeld? Oder eine Fata Morgana?
Übrigens, ich bin die Dame in weiß, in der rechten Bildmitte 🙂

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