Segovia – entdeckenswerte historische Metropole

Segovia, spanische Kleinstadt, 60 v.Chr. gegründet und in knapp einer Stunde von Madrid erreichbar – dank bequemer Schnellzug-Verbindung.

Segovia, knapp 100 km nordwestlich von Madrid gelegen, beeindruckt mit einer großen Zahl von Sehenswürdigkeiten: einem großen historischen Stadtkern, einer spätgotischen Kathedrale, einem römischen Aquädukt aus dem 1./2. Jahrhundert nach Christus (der die Stadt bis in die 1970er Jahre mit Wasser versorgte!), dem ab dem, 11. Jahrhundert errichteten Alcázar (Alcázar von arab. ‏القصر‎ al-qasr, „Festung“, „Schloss“; im Mittelalter Wohnort der Könige von Kastilien), sehenswerte Renaissance-Bauten aus dem 15. Jahrhundert, mehrere romanische Kirchen, zahlreichen Museen  sowie vielen beeindruckenden Einblicken und Aussichten.

Der historische Stadtkern ist seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt bewirbt sich derzeit als ‚Kulturhauptstadt Europas 2016‘.

Segovia Fotos 2010

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Segovia Aquädukt
Segovia Aquädukt

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6.11.2010 – Welche Heiterkeit, Wärme, Herzlichkeit strahlt die Stadt aus – wie wohltuend nach der kühlen, abweisenden Strenge des Escorial. Unbedingt eine Reise wert!

Escorial 5.11.2010

Nicht weit von Madrid, mit einer Fahrt mit dem Regionalzug gut erreichbar, liegt in der Gemeinde San Lorenzo de El Escorial der „Escorial“ – eine Schloss- und Klosteranlage, die zwischen 1563 und 1584 auf Initiative Philipps II. von Spanien gebaut wurde.

Escorial – Fotos

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Das Schloss gilt als größter Renaissance-Bau der Welt. Es gilt als frühes Beispiel des Herrera-Stils (auch Desornamentado-Stil), der durch Nüchternheit und Prunklosigkeit gekennzeichnet ist. Benannt ist der Baustil nach dem Baumeister Juan de Herrera, der zwischen 1567 und 1586 hier arbeitete.

In der barocken Gruft des Schlosses sind nahezu alle spanischen Könige beigesetzt. Seit 1861 ist El Escorial keine königliche Residenz mehr. Die UNESCO erklärte die Schlossanlage am 2. November 1984 zum Weltkulturerbe.

Ein nüchternes Gebäude, das auf mich sehr abweisend wirkt. Eine Eintönigkeit, manchmal Düsterheit ausstrahlt, die wohl dem Naturell Philipps II. entsprochen haben könnte. Kein Ort zum Wohlfühlen, keine Spur von Heiterkeit; selbst die Natur in den nahen Gärten ist in strenge Formen gestutzt, nahezu jeglicher Liebreiz fehlt.

Monasterio de San Lorenzo
el Real de El Escorial
Patrimonia Nacional

Vertikaler Garten von Patrick Blanc in Madrid (Fotos)

Pflanzenwand / Vertikaler Garten am 2008 eröffneten Caixa Forum in Madrid von Patrick Blanc

Der Vertikale Garten von Patrick Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von Patrick Blanc in Madrid

Der Vertikale Garten von Patrik Blanc in Madrid
Vertikaler Garten von Patrik Blanc in Madrid

Der Vertikale Garten von P. Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von P. Blanc in Madrid

Vertikaler Garten – ein vertikal an eine Hauswand gepflanzter Garten mit etwa 15.000 Pflanzen aus 250 Pflanzenarten, gestaltet und realisiert vom französischen Botaniker und Gartenkünstler Patrick Blanc.

Der Vertikale Garten verdeckt eine Brandmauer seitlich des Caixa Forums in Madrid.

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Zebrastreifen schwul

In Madrid (nun ja, immerhin in Chueca) ist selbst das Hinweis-Schild für den Fussgänger-Überweg / Zebrastreifen schwul …

Fussgängerüberweg Zebrastreifen schwul (Madrid Chueca, November 2010)
Fussgängerüberweg / schwuler Zebrastreifen (Madrid Chueca, November 2010)

Zur Erinnerung, dieses Zeichen findet sich i.d.R. an Fussgänger-Überwegen in Deutschland (‚Zeichen 350‘):

Fussgängerüberweg, Zeichen 350 Straßenverkehrsordnung
Fussgängerüberweg, Zeichen 350 Straßenverkehrsordnung

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Wien: Eröffnung Heinz Heger Park

Wien 30.11.2009: Eröffnung Heinz Heger Park . Die Benennung erinnert an Heinz Heger, Autor des Buches “Die Männer mit dem Rosa Winkel”.

Am kommenden Montag, 30.11.2009 wird in Wien am Zimmermannplatz der “Heinz Heger-Park” eröffnet. Die Benennung erinnert an Heinz Heger (1915-1994), der direkt am Zimmermannplatz gewohnt hat.

Während der Nazi-Zeit wurde Josef K., der homosexuell war, von den Nazis inhaftiert und musste, so wie viele andere Homosexuelle, den “Rosa Winkel” tragen. K., der nach 1945 wieder in seine Wohnung zurückkehrte, erzählte später seine Erinnerungen, die als Buch mit dem Titel “Die Männer mit dem Rosa Winkel” im Jahr 1972 erschienen. Beim Namen Heinz Heger handelt es sich um ein Pseudonym.

Die Eröffnung durch Bezirksvorsteherin Martina Malyar findet ab 10.00 Uhr statt. Unter anderem wird der österreichische Autor und TV-Moderator Günter Tolar, u.a. langjähriger Unterstützer schwuler Bürgerrechtsbewegungen und Gründer des HIV-Soforthilfe-Vereins ‘Positiv Leben’, aus Hegers Buch “Die Männer mit dem Rosa Winkel” lesen.

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Zuf Frage ob der Park richtig benannt ist, siehe hier: 2mecs – Josef Kohout und Hans Heger

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weitere Informationen:
Programm der Eröffnungs-Veranstaltung am 30.11.2009
Kurt Krickler: Heinz Heger – Der Mann mit dem Rosa Winkel (pdf)
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ex MS Astoria – 2019 das Ende als Saga Pearl II, jetzt Pearl II

Das ehemalige “Traumschiff” MS Astoria wurde 1981 gebaut. Unter dem Namen Saga Pearl II fuhr sie seit 15. März 2010 bis Frühjahr 2019.

1983/84 war die Astoria als “Traumschiff” Star der damaligen ZDF-Erfolgs-Serie. Die Astoria war bis 2008 in Voll-Charter des (damals) Bremer Reiseveranstalters Transocean Tours.

Schon länger war über das weitere Schicksal des 1981 gebauten ehemaligen “Traumschiffs” spekuliert worden. Im Sommer 2008 wurden dann Pläne bekannt, Transocean wolle die Charter der Astoria zum 30. April 2009 auslaufen lassen und bis dahin eine 124-tägige Kreuzfahrt Abschieds-Weltreise durchführen.

Im November 2008 sagte der bisherige Veranstalter Transocean Tours dann alle weiteren Kreuzfahrten mit der Astoria überraschend ab, auch die schon von 111 Passagieren komplett gebuchte Weltreise. Während einer planmäßigen Werft-Zeit seien unverhältnismäßig große Schäden entdeckt worden. Eigner der Astoria war seit März 2007 Club Cruise Entertainment & Travelling Services Europe N.V. Das Unternehmen ging Anfang Dezember 2008 wegen Zahlungsschwierigkeiten in Insolvenz.

MS-Astoria beim Auslaufen aus dem Hafen von Nizza am 16. April 2008
MS Astoria beim Auslaufen aus dem Hafen von Nizza am 16. April 2008

Lange lag die Astoria danach in Barcelona auf Reede, wurde dann im Juni 2009 vom Schlepper Med Fos nach Gibraltar geschleppt. Dort fand am 4. August 2009 die Versteigerung des ehemaligen “Traumschiffes” MS Astoria statt

Spekuliert wurde bald, Saga wolle das Schiff auf diesem Weg erwerben. Saga hatte Berichten zufolge schon länger beabsichtigt, die Astoria als Ersatz für die MS Saga Rose zu erwerben und als Saga Pearl II wieder in Dienst zu stellen. Zunächst waren 30 Mio, € als Kaufpreis im Gespräch. Informierte Kreise berichteten, es werde bei der Auktion mit einem Preis deutlich unter 30 Mio. Euro gerechnet.

Ab 15. März 2010 fuhr die frühere Astoria wieder – nach kostenintensiven Umbauten, unter dem neuen Namen ‚Saga Pearl II‚ (2012/13 hieß sie kurzzeitig Quest for Adventure, wurde aber wieder rück-umbenannt). Nach ihrer letzten Reise wurde sie im April 2019 in Portsmouth außer Dienst gestellt.

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MS Astoria – kurze Geschichte des Traumschiffs

Gebaut auf bei Howaldtswerke – Deutsche Werft AG in Hamburg unter der Baunummer 165, lief die heutige Saga Pearl II am 16. Dezember 1980 vom Stapel. Ihre Jungfernfahrt absolvierte sie am 24. November 1981 in der Nordsee, bevor sie am 4. Dezember 1981 ausgeliefert wurde.

Von ihrer Indienststellung 1980 bis 1985 fuhr das Schiff unter dem Namen Astor, unter dem gleichen Namen fährt noch heute ihr 1987 in Dienst gestelltes Nachfolgeschiff (HDW Kiel). In diese Zeit fällt ihre Zeit als ‚Traumschiff‚ – 1983/84 wurde die MS Astoria für diese ZDF-Serie eingesetzt.

Am 29. August 1985 wurde das Schiff von der DDR-Reederei DSR (VEB DeutFracht / Seereederei Rostock) übernommen und fuhr für den Feriendienst des FDGB unter dem Namen Arkona (als Ersatz für die Völkerfreundschaft).

2002 wurde das Schiff erneut umbenannt – in Astoria. Bis zur Versteigerung 2009 war sie unter diesem Namen in Dienst, gechartert von Transocean Tours (2009 Insolvenz). Der neue Eigner Saga benannte sie um in Saga Pearl II, diesen Namen trägt das Schiff auch heute (März 2018) noch, nach einer kurzen Episode unter dem Namen Quest for Adventure (Mai 2012 bis November 2013).

Im Februar 2019 soll – wie im Juni 2017 mitgeteilt wurde – die Saga Pearl II, die das kleinste Schiff bei Saga ist, bei Saga außer Dienst gehen. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden, der bei der Meyer Werft in Papenburg gebaut wird. Bereits im Mai 2019 – nach einer dreimonatigen Abschiedsreise – soll die bisherige Besatzung der ehemaligen Astoria das neue Schiff übernehmen, das auch den Namen Saga Pearl II tragen soll.

Das weitere Schicksal der ausgemusterten ‚alten‘ Saga Pearl II ist unklar. Spekuliert wird über einen Verkauf nach Asien.

Auf ihrer Abschieds-Reise war die Saga Pearl II ein letztes Mal in Hamburg, dem Ort wo sie gebaut wurde, am 7. und 8. Dezember 2018 ( Cruise Terminal Altona).

Ihre allerletzte (nicht komplett ausgebuchte) Reise unternam die Saga Pearl II vom 16. Februar bis 11. April 2019 (Südafrika ab an Portsmouth). Von Portsmouth wurde sie am 12.4.19 leer nach Portland umgesetzt. Dort erfolgten eine Woche Reparaturarbeiten im Auftrag neuer griechischer Eigner (Aqua Explorer Holdings, British Virgin Islands). Anschließend brach das Schiff, vorübergehend Pearl II benannt, unter der Flagge von Malta ins Mittelmeer auf. Seit 29. April 2019 (letzter Stand 09.04.2020) liegt es vor Piräus / Perama.

Weitere Einsatzpläne des Schiffs sind bisher nicht bekannt.

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siehe auch MS Royal Star (1956 – 2012)

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der ‘ Prunksaal ’ der Österreichischen Nationalbibliothek (Fotos)

Eine der schönsten Bibliotheken der Welt ist in Wien zu bewundern – der ‘ Prunksaal ’ der Österreichischen Nationalbibliothek.

Ein Juwel profaner Barock-Architektur ist er, der ‘ Prunksaal ‘ der Österreichischen Nationalbibliothek in der Wiener Hofburg.

Kaiser Karl V. (1685 / 1711 – 1740) veranlasste den Bau des Saals für seine Hofbibliothek. Realisiert wurde der Prunksaal nach Entwürfen von Hofarchitekt Johann Bernhard Fischer von Erlach durch seinen Sohn Joseph Emanuel.

Bis ins 19. Jahrhundert befand sich im Prunk-Saal die ‘Hofbibliothek’.
1920 wurde die ‘Hofbibliothek’ (in Folge der Gründung der Republik Österreich 1918) in ‘Nationalbibliothek’ umbenannt, 1945 in ‘Österreichische Nationalbibliothek’.

Heute befindet sich hier ein Teil der Österreichischen Nationalbibliothek mit etwa 200.000 Büchern der zeit zwischen 1501 und 1850, unter ihnen insbesondere die Sammlung des Prinzen Eugen von Savoyen (15.000 Bände).

Der Prunk-Saal ist als Museum zu besichtigen.

‘ Prunksaal ’ der Österreichischen Nationalbibliothek (Fotos)

Prunk-Saal der Österreichischen Nationalbibliothek
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Prunksal der Österreichischen Nationalbibliothek
Prunk-Saal der Österreichischen Nationalbibliothek

Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Prunk-Saal der Österreichischen Nationalbibliothek

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Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Josefsplatz 1, 1010 Wien
sehenswert auch: dazugehörige Papyrus-Sammlung (Heldenplatz) und das weltweit einzigartige Globen-Museum (Herrengasse 9)

weitere Informationen:
Österreichische Nationalbibliothek
Prunksaal
Globen-Museum

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