Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung – Fotos

Spanischer Pavillon 1937 : „On doit exposer sa vie pour la liberté“ (Don Quichote II 58; „Wir müssen unser Leben für die Freiheit riskieren„) – so lautete das Motto des Pavillons für die Spanische Republik auf der Pariser Weltausstellung von 1937.

Die Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne (Internationalen Ausstellung der Künste und Technik, Weltfachausstellung) fand vom 25. Mai bis zum 25. November 1937 in Paris statt. Die Spanische Republik der demokratisch gewählten Volksfrontregierung, bereits seit dem Putsch der Generäle vom 18. Juli 1936 mitten im Bürgerkrieg mit den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco, wollte mit ihrem Pavillon auf das Leiden des spanischen Volkes aufmerksam machen, für die spanische Demokratie werben und die bisherigen Errungenschaften der Volksfront-Regierung präsentieren.

Luis Lacasa und Josep Lluís Sert bauten einen Pavillon, der nicht nur für Aufsehen sorgte, er war auch ein lebendiges Zeichen der Spanischen Republik – und bald eine Ikone moderner spanischer Architektur.

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Madrid – Museo Reina Sofia

Das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía ( Museo Reina Sofia oder MNCARS) in Madrid wurde 1992 eingeweiht von Namenspatronin Königin Sofia und ihrem Mann Juan Carlos I. Es ersetzt das frühere Museo Español de Arte Contemporaneo.

Es zeigt auf zwei Etagen insbesondere bedeutende Werke der spanischen Avantgarde wie z. B. Joan Miró, Juan Gris, Pablo Picasso und Salvador Dalí sowie Werke zeitgenössischer Künstler wie z. B. Antoni Tàpies, Eduardo Chillida und Gerardo Rueda.

Madrid Museo Reina Sofia – Fotos 2011

Madrid Museo Reina Sofia
Madrid Museo Reina Sofia

Das Museum ist untergebracht im ehemaligen ‚Hospital General‘ (Krankenhaus bis 1965), versehen mit einem Erweiterungsbau des französischen Architekten Jean Nouvel.

Das Museo Reina Sofia ist ‚Pflicht-Programm‘, schon und vor allem wegen Pablo Picassos Guernica. Mein persönliches Highlight im Museo Reina Sofia: das Modell (1937/87) des Pavillons für die Weltausstellung 1937 von Josep Lluís Sert.

Die Architektur von Jean Nouvel, besonders den Anbau am Museum, muss man wohl nicht mögen. Ich empfinden den Anbau, besonders die Eingangs-Situation, als den Menschen klein machenden Gigantismus unangenehmer Art. Das Café wirkt auf mich wie ein Kunststoff-Futurismus seltsam altmodischer Anmutung, mit ein wenig Geschmack nach Orion und spaciger Sixties-Musik.

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Segovia 6.11.2010

Segovia, spanische Kleinstadt, 60 v.Chr. gegründet und in knapp einer Stunde von Madrid erreichbar – dank bequemer Schnellzug-Verbindung.

Segovia, knapp 100 km nordwestlich von Madrid gelegen, beeindruckt mit einer großen Zahl von Sehenswürdigkeiten: einem großen historischen Stadtkern, einer spätgotischen Kathedrale, einem römischen Aquädukt aus dem 1./2. Jahrhundert nach Christus (der die Stadt bis in die 1970er Jahre mit Wasser versorgte!), dem ab dem, 11. Jahrhundert errichteten Alcázar (Alcázar von arab. ‏القصر‎ al-qasr, „Festung“, „Schloss“; im Mittelalter Wohnort der Könige von Kastilien), sehenswerte Renaissance-Bauten aus dem 15. Jahrhundert, mehrere romanische Kirchen, zahlreichen Museen  sowie vielen beeindruckenden Einblicken und Aussichten.

Der historische Stadtkern von Segovia ist seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt bewirbt sich derzeit als ‚Kulturhauptstadt Europas 2016‘.

Segovia Fotos 2010

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Welche Heiterkeit, Wärme, Herzlichkeit strahlt Segovia aus – wie wohltuend nach der kühlen, abweisenden Strenge des Escorial. Unbedingt eine Reise wert!

Escorial 5.11.2010

Nicht weit von Madrid, mit einer Fahrt mit dem Regionalzug gut erreichbar, liegt in der Gemeinde San Lorenzo de El Escorial der „Escorial“ – eine Schloss- und Klosteranlage, die zwischen 1563 und 1584 auf Initiative Philipps II. von Spanien gebaut wurde.

Escorial – Fotos

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Das Schloss gilt als größter Renaissance-Bau der Welt. Es gilt als frühes Beispiel des Herrera-Stils (auch Desornamentado-Stil), der durch Nüchternheit und Prunklosigkeit gekennzeichnet ist. Benannt ist der Baustil nach dem Baumeister Juan de Herrera, der zwischen 1567 und 1586 hier arbeitete.

In der barocken Gruft des Schlosses sind nahezu alle spanischen Könige beigesetzt. Seit 1861 ist El Escorial keine königliche Residenz mehr. Die UNESCO erklärte die Schlossanlage am 2. November 1984 zum Weltkulturerbe.

Ein nüchternes Gebäude, das auf mich sehr abweisend wirkt. Eine Eintönigkeit, manchmal Düsterheit ausstrahlt, die wohl dem Naturell Philipps II. entsprochen haben könnte. Kein Ort zum Wohlfühlen, keine Spur von Heiterkeit; selbst die Natur in den nahen Gärten ist in strenge Formen gestutzt, nahezu jeglicher Liebreiz fehlt.

Monasterio de San Lorenzo
el Real de El Escorial
Patrimonia Nacional

Vertikaler Garten von Patrick Blanc in Madrid (Fotos)

Pflanzenwand / Vertikaler Garten am 2008 eröffneten Caixa Forum in Madrid von Patrick Blanc

Der Vertikale Garten von Patrick Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von Patrick Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von Patrik Blanc in Madrid
Vertikaler Garten von Patrik Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von P. Blanc in Madrid
Der Vertikale Garten von P. Blanc in Madrid

Vertikaler Garten – ein vertikal an eine Hauswand gepflanzter Garten mit etwa 15.000 Pflanzen aus 250 Pflanzenarten, gestaltet und realisiert vom französischen Botaniker und Gartenkünstler Patrick Blanc.

Der Vertikale Garten verdeckt eine Brandmauer seitlich des Caixa Forums in Madrid.

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Zebrastreifen schwul

In Madrid (nun ja, immerhin in Chueca) ist selbst das Hinweis-Schild für den Fussgänger-Überweg / Zebrastreifen schwul …

Fussgängerüberweg Zebrastreifen schwul (Madrid Chueca, November 2010)
Fussgängerüberweg / schwuler Zebrastreifen (Madrid Chueca, November 2010)

Zur Erinnerung, dieses Zeichen findet sich i.d.R. an Fussgänger-Überwegen in Deutschland (‚Zeichen 350‘):

Fussgängerüberweg, Zeichen 350 Straßenverkehrsordnung
Fussgängerüberweg, Zeichen 350 Straßenverkehrsordnung

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Palma

Nach Ibiza – was erwartet uns erst im nächsten Touristen-Ort?

Palma de Mallorca – Inbegriff von Massentourismus. Schon bei der Einfahrt in den Hafen sehen wir die Flieger im Minuten-Takt einschweben. Stimmt, die Herbstferien haben teilweise bereits begonnen …

Nun denn, auf in die Stadt, einige Happen Kultur vermischt mit ein wenig Entspannung.
Doch schon bald ist es uns in der Innenstadt viel zu voll, Touristen-Massen schieben sich durch enge Straßen, stehen Schlange vor der Kathedrale, drängeln sich in Geschäften mit Nippes und Kitsch.

Verlässt man einmal die ausgetretenen Wege des Massentourismus in Palma, macht sich auf den Weg in die (inzwischen) weniger von Touristen besuchten Vorstädte, entdeckt man schnell, wie Tourismus-Infrastruktur aussieht, wenn sie alt und nicht mehr benötigt wird:

Tourismus-Tristesse in Palma
Tourismus-Tristesse in Palma

Früher als erwartet machen wir uns wieder auf den Weg gen Hafen …

Ibiza

Ibiza – hübsche Ausblicke, teure Touristen-Fallen, noch nachmittags betrunken am Strand schlafende Partygäste und schon wider haufenweise ‘gratis Einladungen’ für die nächsten Abend-Parties…

Ibiza – für viele Menschen wohl eine, viele Reisen wert. Unser Gefühl: einmal reicht.