Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung – Fotos

Zuletzt aktualisiert am 17. März 2018 um 20:37

Spanischer Pavillon 1937 : „On doit exposer sa vie pour la liberté“ (Don Quichote II 58; „Wir müssen unser Leben für die Freiheit riskieren„) – so lautete das Motto des Pavillons für die Spanische Republik auf der Pariser Weltausstellung von 1937.

Die Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne (Internationalen Ausstellung der Künste und Technik, Weltfachausstellung) fand vom 25. Mai bis zum 25. November 1937 in Paris statt. Die Spanische Republik der demokratisch gewählten Volksfrontregierung, bereits seit dem Putsch der Generäle vom 18. Juli 1936 mitten im Bürgerkrieg mit den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco, wollte mit ihrem Pavillon auf das Leiden des spanischen Volkes aufmerksam machen, für die spanische Demokratie werben und die bisherigen Errungenschaften der Volksfront-Regierung präsentieren.

Luis Lacasa und Josep Lluís Sert bauten einen Pavillon, der nicht nur für Aufsehen sorgte, er war auch ein lebendiges Zeichen der Spanischen Republik – und bald eine Ikone moderner spanischer Architektur.

Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung – Fotos

Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung
Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937 02

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937 03

Guernica / Pablo Picasso im Pavillon Spanien Weltausstellung 1937
Guernica / Pablo Picasso im Pavillon Spanien Weltausstellung 1937

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937

Pavillon Spanien Weltausstellung 1937 Alle Fotos: Modell des spanischen Pavillons der Weltausstellung 1937 in Paris. Architekt: Josep Lluís Sert (1902 – 1983) / Luis Lacasa (1899 – 1966). Modell: Juan Mirón / Stuma 1987. Modell im Museo Reina Sofia in Madrid.

Am 12. Juli 1937 konnte der Spanische Pavillon eröffnet werden – sechs Wochen nach dem offiziellen Beginn der Weltausstellung (Gründe war der bürgerkriegsbedingt späte endgültige Entschluss der Teilnahme sowie akuter Geldmangel). Der elegante Bau, eine zweistöckige Stahl- und Glas-Konstruktion, steht in direkter Nachbarschaft zum Monumental-Bau Nazi-Deutschlands – und er wurde zu einer der größten Attraktionen der Weltausstellung. Die Kunstzeitschrift ‚Cahiers d’Art‘ widmete dem Bau eine Extra-Ausgabe.

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Pablo Picasso erhielt 1936 von der spanischen Regierung den Auftrag, ein Bild für den Pavillon der Weltausstellung 1937 zu malen. Nach dem Angriff auf Gernika durch die deutschen Legion Condor und den italienischen Corpo Truppe Volontarie, die während des Spanischen Bürgerkrieges auf Seiten Francos kämpften, verwarf Picasso ursprüngliche Vorhaben und malte in Reaktion auf die Zerstörung der Stadt das Antikriegs-Gemälde Guernica. Das Gemälde befindet sich an der Wand der Eingangshalle des Pavillons und wird seine größte Attraktion.
Heute ist es ebenfalls (wie das Modell Spanischer Pavillon 1937) im Museo Reina Sofia zu sehen.

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Josep Lluís Sert wurde am 1. Juli 1902 in Barcelona geboren. 1939 emigrierte Sert in die USA. Dort wurde er 1953 Nachfolger von Walter Gropius als Dekan der Harvard Graduate School of Design. Von 1947 bis 1956 war Josep Lluis Sert Präsident des Congrès International d’Architecture Moderne. Er starb am 15. März 1983 in Barcelona.

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