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Paris Politisches Spanien

Spanischer Pavillon 1937 Weltausstellung – Fotos

Spanischer Pavillon 1937 : „On doit exposer sa vie pour la liberté“ (Don Quichote II 58; „Wir müssen unser Leben für die Freiheit riskieren„) – so lautete das Motto des Pavillons für die Spanische Republik auf der Pariser Weltausstellung von 1937.

Die Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne (Internationalen Ausstellung der Künste und Technik, Weltfachausstellung) fand vom 25. Mai bis zum 25. November 1937 in Paris statt. Die Spanische Republik der demokratisch gewählten Volksfrontregierung, bereits seit dem Putsch der Generäle vom 18. Juli 1936 mitten im Bürgerkrieg mit den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco, wollte mit ihrem Pavillon auf das Leiden des spanischen Volkes aufmerksam machen, für die spanische Demokratie werben und die bisherigen Errungenschaften der Volksfront-Regierung präsentieren.

Luis Lacasa und Josep Lluís Sert bauten einen Pavillon, der nicht nur für Aufsehen sorgte, er war auch ein lebendiges Zeichen der Spanischen Republik – und bald eine Ikone moderner spanischer Architektur.

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Frankreich

Fort Boyard

In Deutschland kennen es nur wenige, in Frankreich nahezu jeder, das Fort Boyard vor der Île d’Oléron.

Fort Boyard
Fort Boyard
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Politisches

Jung und Alt – ohne, gegen oder mit einander?

Stehen jung und alt auf Kriegsfuß mit einander? Gibt es überhaupt ein ‚mit einander‘? Oder ein ‚gegen einander‘? Oder sogar nur ein ‚ohne einander‘? Wie schaut’s aus um die Zukunft des HIV-Aktivismus?

Alte Hasen und junge Hüpfer – gibt es das im Aids-Aktivismus? Und kann das gut gehen? Verschiedene Generationen von Aktivisten – wie steht’s um unsere Zukunft? Generell scheint es ja schwierig zu sein zwischen den Generationen …

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Politisches

Die Jugend von heute … – oder: kann man “ zu jung “ sein?

Zu jung – oder: Die Jugend von heute …
Jugend als Argument – geht das? Als Argument nicht für, sondern gegen? Genauer: ist die Äußerung,  jemand sei „zu jung“ tatsächlich ein Argument? Oder nicht viel eher ein Schuss in den Ofen, wenn nicht gar in’s eigene Bein?
Einige persönliche Anmerkungen.

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Ein Preis wird verliehen. Eine Laudatio wird gehalten. Die Nominierung des Preisträgers gerät schon vorab in die Kritik, heftige Debatten folgen. Nachdem die Entscheidung trotz aller erregten Debatten faktisch steht, wird nun – der Laudator geprügelt. Mit dem ‚qualifizierten Argument‘, er sei zu jung.

Mit 24 Jahren sei man zu jung, eine Laudatio zu halten, wird in öffentlichen Stellungnahmen, in Artikeln vielfach verbreitet, behauptet. Warum? Man sei mit 24 Jahren zu jung, „um die Anfangszeiten des Kampfes gegen Stigmatisierung und Diskriminierung nach Auftreten der ersten Fälle von Aids erlebt zu haben„. Dieser Idee von Kritik nicht genug, wird auch gleich die eigene Teilnahme per offenem Brief abgesagt. Und mit vereinten Kräften (und vereinten medialen Möglichkeiten) das ganze zum „Eklat“ hochstilisiert. Selbstverständlich, ohne das Gespräch zu suchen, dafür aber in breitest möglicher Öffentlichkeit.

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Mir geht es hier nicht um die Frage, wer 2013 mit der Kompassnadel ausgezeichnet wird (dazu sind zur Genüge spannende Gedanken geäußert worden), oder welche Meinung ich selbst dazu habe. Mir geht es an dieser Stelle darum, wie wir mit einander umgehen.

  • Ist „zu jung“ ein valides Argument? Seit wann? Und welchen Inhalts?
    Gibt es keine besseren Argumente als das Alter?
    Ist das unsere ganz eigene Art der Alters-Diskriminierung?
  • Oder geht es eigentlich gar nicht um Laudatio und Laudator, sondern vielmehr eher (weiterhin) um den Laudierten?
    Nach dem Motto „wenn schon die Entscheidung, wer den Preis bekommt, unverrückbar feststeht, dann prügeln wir stattdessen auf den Laudator ein„? Werden hier gerade „Stellvertreter-Prügel“ ausgeteilt?

Ich frage mich, müssen wir eigentlich jede/n, der nicht unserer Meinung ist, möglichst gleich mundtot machen? (Denn was ist „zu jung“ anders als ein ‚Totschlag-Argument‚?) Und wenn’s mit Argumenten nicht mehr geht, dann halt diskreditieren?

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Warum mich das so ärgert?
Nicht wegen des Preises. Das sollen die in NRW unter sich ausmachen – schließlich ist es der Preis eines Netzwerks dieses Bundeslandes.

Sondern weil ich mich frage, wie wir mit jungen Menschen umgehen, die sich engagieren.

  • Wollen wir wirklich, dass jüngere Menschen sich engagieren, sich selbst aktiv (und das heißt auch: mit ihrer eigenen Meinung) einbringen?
  • Und sind wir dann auch bereit zu akzeptieren, dass sie ihre eigene Meinung haben, ihre eigenen Wege gehen – und das auch äußern?
    Auch wenn es unserer Erfahrung und Meinung widerspricht?
  • Gewähren wir Rechte, die wir für uns selbst ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen, auch ‚Jüngeren‘?
  • Können wir die so oft und gerne geforderte Vielfalt und Diversität selbst auch aushalten und leben?

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Ist uns eigentlich bewusst, welches Signal wir gerade jüngeren, potentiell sich engagieren wollenden Menschen setzen, wenn wir jeden Versuch eigener Meinung, sofern er hörbar wird,  direkt mit welch auch immer (hoffentlich) wohl überlegten Argumenten tot machen?

Ist das unsere Vorstellung von ‚Nachwuchs-Förderung‘?

Sieht so Motivation aus?

Oder schaffen wir es, jungen Menschen Raum und Chance zu geben, sich zu entfalten? Sich auszuprobieren, eigene Wege zu gehen, einschließlich des Risikos sich auch zu verlaufen? (Wer sagt denn, dass wir ‚Alten‘ auf dem richtigen Weg sind?) Geben wir ihnen die Chance eigene Positionen zu finden – auch dann, wenn wir ihre Meinung zunächst nicht teilen?

Ich frage mich, ist es an der Zeit, dass einige ‚ältere Säcke‘ (mich eingeschlossen), die schon seit vielen vielen Jahren dabei sind, die die Aids-Krise von Beginn an mit erlebt haben, sich langsam eher zurück nehmen? Gelegentlich auch einmal bewusst, das Gefühl des vermeintlichen eigenen „Besser-Wissens“ aushaltend, den Mund zu halten? Und Jüngeren den erforderlichen Raum geben?

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Als die Aids-Krise begann, war ich selbst 23, 24 Jahre alt. Jahre folgten, die mich und meinen Lebensweg sehr beeinflusst, wohl auch geprägt haben. Vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit, dass die heute 24jährigen einen neuen Blick auf manche Dinge werfen. Und auch manchen Ballast über Bord werfen.

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Jugend, junges Lebensalter ist Chance für eine Stärke. Eine Stärke, Dinge anders sehen zu können als wir Älteren, die schon viele Jahre und Erfahrungen „auf dem Buckel haben“, Erfahrungen die uns manches Mal auch den Blick verstellen, einengen. Jugend beinhaltet die Chance zum frischen, unverbrauchten, ganz eigenen Blick.

Geben wir jungen Menschen mehr Chance. Mehr Freiraum. Halten wir ab und an im richtigen Moment unseren Mund und lassen sie ihren eigenen Weg gehen.

Und benutzen wir nicht ihr junges Lebensalter als Argument. Es ist keines, erst recht keines gegen sie.

Schließlich – es geht nicht nur um unsere Zukunft, die sie (mehr als wir) zukünftig gestalten werden.

Es geht vielmehr noch um ihre eigene Zukunft, die der heute Jungen – und sie haben  jedes Recht dazu, diese selbst gestalten zu wollen!

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Erinnerungen

Ulli Köln 2003

auch schon wieder zehn Jahre her:

Ulli, Köln, Sommer 2003
Ulli, Köln, Sommer 2003

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Hamburg Homosexualitäten Oldenburg

Hans Hirschberg Hamburg 1912 – 1943

Hans Hirschberg starb am 28. Dezember 1943 im Alter von 31 Jahren – möglicherweise bei dem Versuch, nach der KZ-Haft wegen §175 seiner Verlegung in eine Tötungsanstalt zu entgehen. Seit 2012 erinnert ein Stolperstein an ihn.

Hans Hirschberg, Portrait aus Langenhorn 1936, StAHH 352-8_7, Abl. 1995_2, 22976
Hans Hirschberg, Portrait aus Langenhorn 1936, StAHH 352-8_7, Abl. 1995_2, 22976

Hans Hirschberg

Hans Kurt Albert Hirschberg wurde am 2. Februar 1912 in Altona [4] geboren. Hans Hirschberg lebte in Altona und im Hamburger Stadtteil St. Pauli.

Dort arbeitete er als Stricher / Strichjunge. Er wurde mehrfach verhaftet und kam 1938 in ‚Schutzhaft‘ in das KZ Fuhlsbüttel (vgl. Beispiele aus dem KZ Neuengamme: Häftlingsart Homo). Aufgrund von Vergehen gegen den 1935 verschärften Paragraph 175 ((a), Ziffer 4, „gewerbsmäßige Unzucht“) wurde Hirschberg verurteilt.

Später wurde Hans Hirschberg als „schwachsinnig“ in die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn eingewiesen. Dort wurde er sterilisiert (s.u.). [1]

Hirschberg heuerte auf dem HAPAG-Versorgungsschiff ‚Oldenburg‘ (8.597 BRT) an, das für die Wehrmacht fuhr. Auf diese Weise, hoffte er vielleicht, könne er aufgrund „Frontbewährung“ vorzeitig aus Langenhorn entlassen werden. Möglicherweise wollte er sich so einer Verlegung aus Langenhorn in eine Tötungsanstalt entziehen [2].

Hans Hirschberg starb am 28. Dezember 1943 in der  Nordsee nördlich von Bergen / Norwegen (Stadlandet) auf dem Versorgungsschiff ‚Oldenburg‘, das von einem Torpedo (des britischen U-Boots Seadog) getroffen wurde und sank.

Seit April 2012 erinnert ein Stolperstein an Hans Hirschberg, verlegt in Altona an seinem früheren Wohnort Gilbertstraße 24 (heutiger Straßenname [3], früher: Gustavstraße 24, II Stock).

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Stolperstein Hans Hirschberg

Stolperstein Hans Hirschberg Hamburg St. Pauli
Stolperstein Hans Hirschberg Hamburg St. Pauli (Foto: 1. November 2023)

Der Text des im April 2012 verlegten Stolpersteins für Hans Hirschberg:

Hier wohnte
Hans Hirschberg
Jg. 1912
Mehrmals verhaftet
zuletzt 1938
KZ Fuhlsbüttel
eingewiesen 1938
Heilanstalt Langenhorn
„Frontbewährung“
Tot 28.12.1943

Lage des Stolpersteins für Hans Hirschberg
Lage des Stolpersteins für Hans Hirschberg

Im Erdgeschoß des Hauses, vor dem der Stolperstein Hans Hirschberg liegt, informiert seit Herbst 2018 eine (auf diesem Text basierende) Tafel über Hirschberg:

Stolperstein Hans Hirschberg – Infotafel

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Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn

Die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn war Teil des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms (siehe Mordaktion T4). Im Rahmen dieses Programms wurden zwischen 1933 und 1945 über 100.000 Menschen ermordet.

Die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn war ab 1936 die einzige große Institution in Hamburg für psychisch Kranke. Sie war die zentrale ‚Drehscheibe‘ in Hamburg für Deportationen in Tötungsanstalten. Mindestens 4.097 Fälle von Deportationen Geisteskranker und Behinderter (oder als solcher Erklärter) aus Langenhorn in Tötungsanstalten sind bisher dokumentiert. 3.755 von ihnen wurden ermordet.

Auf dem Gelände der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn befindet sich heute die Asklepios Kinik Nord – Ochsenzoll. Seit Mai 2009 erinnert dort eine Gedenktafel (vor Haus 42) an die Deportation und Tötung von Patienten.

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Sterilisation Homosexueller in der NS-Zeit

Die Sterilisation / Kastration Homosexueller war Bestandteil der ’nationalsozialistischen Rassenhygiene‘. Besonders eingesetzt für die Frage der Kastration Homosexueller hat sich Carl-Heinz Rodenberg, der dafür u.a. 1942 eine Anerkennung Himmlers für „überzeugende Aufsätze“ erhielt. Rodenberg war ab Juli 1943 „wissenschaftlicher Leiter“ der ‚Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung‚.

Bei Personen, die nach Reichsstrafgesetzbuch Paragraph 175 rechtskräftig verurteilt waren, konnten gemäß Änderungsgesetz vom 26. Juni 1935 (des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“) Kastrationen vorgenommen werden, wenn „sie nach amts- oder gerichtsärztlichem Gutachten erforderlich“ waren, um die Person „von einem entarteten Geschlechtstrieb zu befreien“, und wenn der Betreffende in diesen Eingriff ‚einwilligte‘.

Viele verurteilte Homosexuelle stimmten „freiwillig“ ihrer Kastration zu (sahen sich de facto dazu gezwungen), um einer (erneuten) Einweisung in Straflager oder KZ zu entgehen.

Ab 1942 wurden in KZ auch Zwangs-Kastrationen ‚legalisiert‘.

Eine weitere Verschärfung wird ab 1942 geplant: das „Gesetz über die Behandlung Gemeinschaftsfremder“ sieht vor, dass Zwangs-Sterilisation / Zwangs-Kastration / Entmannung nun vom Richter bei Verurteilungen nach den §§ 175 und 175a (als so genannte ‚Sittlichkeitsverbrecher‘) angeordnet werden kann ohne ärztliches Gutachten und ohne Einwilligung des Betroffenen. Nach Erarbeitung mehrerer Entwürfe bis 1944 soll das Gesetz per 30. Januar 1945 in Kraft treten, kriegsbedingt kommt es nicht mehr dazu.

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Schöpfer des Projekts Stolpersteine ist der Künstler Gunter Demnig.
Die Hamburger Initiative ‚Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer‘ wurde von Bernhard Rosenkranz † und Ulf Bollmann Anfang 2006 ins Leben gerufen.

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Lesezeichen:
„Wege in den Tod – Hamburgs Anstalt Langenhorn und die Euthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus“, Hamburg 1993
Hinz&Kunst 29.04.2010: Von der Kneipe ins KZ

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[1] Quellen im Staatsarchiv Hamburg sind vor allem eine Strafakte (213-11, 2839/36 und eine Patientenakte der Staatskrankenanstalt Langenhorn,352-8/7, Abl .1995/2 Nr. 22976.
[2] Die Gefahr der Verlegung aus Langenhorn in eine Tötungsanstalt war auch für Homosexuelle konkret, vgl. zum Beispiel Schicksal Alfred Beckmann
[3] Als Spätfolge der Altonaer Eingemeindung von 1937 wurden um 1950 zahlreiche Straßen in Altona umbenannt.
[4] Altona war damals eine selbständige Stadt in Holstein, kam erst im April 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburg

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Danke an Ulf Bollmann / Initiative „Gemeinsam gegen das Vergessen – Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer“ für Informationen zu Hans Hirschberg.

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HIV/Aids

Anmerkungen zum HIV Community Preis

Während des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses in Innsbruck ist vor kurzem erstmals der HIV Community Preis verliehen worden. Einige persönliche Anmerkungen zum Spannungsverhältnis Pharma-Industrie – Community.

Den HIV Community Preis loben drei Organisationen (Deutsche AIDS-Gesellschaft DAIG, Deutsche AIDS-Hilfe DAH, Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter DAGnÄ) aus, gemeinsam mit einem Pharmakonzern – in diesem Fall Janssen Pharmaceuticals, einer Tochter des Konzerns Johnson & Johnson (J&J).

Eine Zusammenarbeit von Pharmaindustrie und Communities ist wohl nie unproblematisch und ohne Interessengegensätze, so auch in diesem Fall nicht.

Zugang zu Medikamenten und Patentrechte

J&J will, wie andere Pharmakonzerne auch, HIV-Positiven in den ärmsten Ländern der Welt den Zugang zu Aids-Medikamenten erleichtern. Dies wäre lobenswert – gäbe es da nicht ein Problem: der Konzern weigert sich, beim Patentpool für Aids-Medikamente mit zu machen [1].

Zwar will J&J seine Patentrechte unter bestimmten Bedingungen in 65 Ländern nicht mehr durchsetzen (was Produktion und Vertrieb preisgünstiger Generika ermöglichen würde). Dieses Angebot von J&J ist jedoch nicht unproblematisch: erstens steht der relevanteste Wirkstoff, das Aids-Medikament Darunavir, nur in 16 der 65 Staaten überhaupt derzeit unter Patentschutz [2], und zweitens sind Länder mit mittlerem Einkommen von dieser Regelung völlig ausgeschlossen.

Zu diesen von der Regelung ausgeschlossenen Ländern gehören auch Brasilien (Therapiekosten des Aids-Medikaments Darunavir pro Patient und Jahr 6.000 US-$), Thailand (5.000 US-$) oder Moldawien (9.000 US-$).

Hinzu kommt: J&J kämpft aktiv gegen die Entscheidung Indiens, Darunavir nicht zu patentieren [3]. Genau Indien ist aber das Land, dem entscheidende Bedeutung bei der Versorgung HIV-Positiver in den ärmsten Staaten mit generischen Versionen von Aids-Medikamenten zukommt.

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Ich bin selbst Mitglied der Jury beim HIV Community Preis , und habe die Entscheidung hier mitzuarbeiten bewusst getroffen, wissend auch um die Problematik um Patentrechte und Patentpool. Ich freue mich, dass – nachdem es seit langem HIV-Preise für Ärzte, für Nachwuchs-Wissenschaftler, für Journalisten etc. gibt – mit dem HIV Community Preis erstmals nun auch die Möglichkeit besteht, Community-Projekte auszuzeichnen.

Die Problematik der Medikamenten-Versorgung außerhalb der wohlhabenden Industriestaaten sollten wir darüber jedoch nicht aus den Augen verlieren. Und auch gegenüber Politik und Industrie immer wieder ansprechen.

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[1] J&J: Nur beschränkter Zugang. in: Pharmabrief Nr. 9-10, Dezember 2012
[2] Pharmalot 30.11.2012: The Op-Ed: J&J Patent Move Is ‚Inadequate‘
[3] Pharmalot 29.11.2012: J&J Makes HIV Drug Available To Poor Countries

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HIV/Aids

nach ACT UP – was bleibt? – Ullis ACT UP Erinnerungen 7

Nach ACT UP, was ist geblieben? 1988, vor 25 Jahren gründete sich die erste ACT UP Gruppe in Deutschland, um 1993 herum endete ACT UP Aktivismus hierzulande auf breiterer Basis. Was ist von ACT UP geblieben? Mehr als ein Mythos?

Dies ist der fünfte Teil der Mini-Serie Ullis ACT UP Erinnerungen. Im ersten Teil habe ich über die Entstehung von ACT UP in Deutschland geschrieben, im zweiten Teil über ACT UP in Deutschland. Der dritte Teil befasste sich mit ACT UP Köln, der vierte beschäftigte sich mit dem Verhältnis von ACT UP Deutschland und den USA. Der fünfte Teil berichtete über die ACT UP Proteste im Dom zu Fulda, der sechste mit dem Ende von ACT UP in Deutschland.

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Spätestens mit dem Ende der deutschen ACT UP Gruppen setzte die Bildung des ‚Mythos ACT UP‘ ein. ACT UP erwies sich dabei auch als Projektionsfläche eigener Erwartungen und eigener wahrgenommener Defizite – und der eigenen Untätigkeit.

Mach mir mal ein ACT UP

Gründe zu Aufregung, Empörung, Wut hat es im HIV-positiven (wie auch im schwulen) Leben auch in den Jahren nach dem Ende von ACT UP in Deutschland immer wieder gegeben. Wie oft erhielt ich bei derartigen Anlässen noch nach Jahren Emails, Anrufe, oder auch nur in Gesprächen ereiferte Reaktionen à la “ ja – da muss doch mal jemand ’ne ACT UP Aktion machen!“. Oder noch deutlicher „Mach du doch mal ‚ ACT UP dazu!

Ja, da muss doch mal jemand … aber bitte ja nicht ich!

Genau das war ACT UP nicht: delegieren der Unruhe, der Wut, des Drangs etwas zu ver­ändern. ACT UP, das war (wie die Berliner Gruppe es auch im Namen trug) ‚Feuer un­term Arsch‘, auch das eigene, bedeutete selbst aktiv zu werden, selbst zu handeln.

Dabei zeigt ACT UP deutlich, dass auch wenige Aktive [1] in der Lage sein können, erfolgreich große und in der Öffentlichkeit wahrgenommene Aktionen durchzuführen.

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Mythos ACT UP dekonstruieren

Die fünf Buchstaben A, C, T, U und P haben eine hohe symbolische Bedeutung, immer noch – 20 Jahre nach dem Ende von ACT UP in Deutschland.  ACTUP ist zum Symbol geworden, zum Mythos – auch mit der Folge der Verklärung, Weichzeichnung, Verfälschung.

Das obige Beispiel zeigt, der heutige Mythos ACT UP hat sich entfernt von dem was ACT UP war (und was nicht).

Und es zeigt: der ‚Mythos ACT UP‘ ist nicht nur auf seiner Berechtigung hin zu überprüfen. Er ist auch kritisch zu hinterfragen auf seinen Inhalt, auf das Bild das heute von ACT UP nach ACT UP vermittelt wird – und darauf, welche Motivation dahinter steht.

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ACT UP – (k)eine Bewegung

Gelegentlich wird, wenn über ACT UP geschrieben wird, die Formulierung „ACT UP Bewegung“ benutzt. War ACT UP das in Deutschland jemals – eine Bewegung?

Ich denke nein. ACT UP hat wohl letztlich – bei aller in der Rückschau vermutlich positiv verklärender Betrachtung – in Deutschland (in den USA mag das anders einzuschätzen sein) nie die Schwelle zu einer ‚Bewegung‘ überschritten (Kontinuität, kollektive Identität, Anspruch auf Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels).

Zwar gab es – besonders in den ersten Jahren – eine kollektive Identität in einer vergleichsweise großen Gruppe Schwuler und anderer Aktiver, ob HIV-positiv ge­testet oder nicht. Zwar hatten die ACT UP Gruppen mit ihren Aktionen über Protest, Kritisieren und Skandalisieren bestehender Missstände hinaus auch einen Gestaltungs-Anspruch, entwickelte ent­sprechende Positionen und Vorschläge. Aber es mangelte vielen Themen und Aktionen letztlich an Nähe zu Lebenssituation und Problemen HIV-Positiver in Deutschland. Und (nicht nur) daraus resultierte als Gruppe (nicht als Einzel­ner) letztlich auch die für eine Bewegung erforderlichen Kontinuität.

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nach ACT UP – Betrachtung im Kontext

Welche Relevanz hat ACT UP? Schon die Frage scheint mir schwierig. Vor allem, da sie ACT UP als isoliertes Phänomen betrachtet.

Eine Betrachtung von ACT UP isoliert von anderen (auch zeitlich teilweise vorangegangenen) Formen des (politischen) Aids-Aktivismus gibt m.E. ein verzerrtes Bild – oder umgekehrt: politischen Aids-Aktivismus in (West-) Deutschland einzig aus dem Blickwinkel ACT UP zu betrachten wäre eine verengte Perspektive.

ACT UP sehe ich eher (zumindest in Deutschland) als eine unter mehreren Phasen des Aids-Aktivismus – und glaube, diese Einordnung kommt der ACT UP Realität in Deutschland näher.

Aktivismus, vor allem: politischer Aktivismus – dies stand im Mittelpunkt, und ACT UP war ein Teil davon. Denn, wie Michaelangelo Signorile treffend bemerkt:

Aktivismus hat uns voran gebracht, nicht schwuler Mainstream

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Für mich persönlich vieles mehr an Erinnerungen an ACT UP. Vor allem bleibt auch Trauer und Vermissen vieler ACT UP Weggefährten, die teils auch Freunde waren, und die an den Folgen von Aids gestorben sind. So (unter anderem) Ernst Meibeck, Frank Rauenbusch (geb. Schwarz), Ingo Schmitz, Andreas Salmen.

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[1] Die ACT UP Gruppen in Deutschland waren – betrachtet man die Zahl der halbwegs kontinuierlich an den Aktivitäten Beteiligten – keine Großveranstaltungen. Die Zahl der kontinuierlich Aktiven lag meiner Erinnerung nach zwischen weniger als 5 (Dortmund, Mainz), um die 10 (Köln, Hamburg) bis max. 30 (Berlin), die Zahl der halbwegs kontinuierlich Aktiven (mehr als sporadische Teilnahme an Aktionen) insgesamt dürfte selbst zu besten Zeiten 100 nicht überstiegen haben.

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Ulrich Würdemann / ondamaris 21.12.2008: ACT UP – Mythos oder Modell einer Bürgerrechts-Bewegung HIV-Positiver?
Axel Schock / DAH-Blog 24.03.2012: Die Kraft der Wut

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ACT UP Erinnerungen:
1. Entstehung von ACT UP
2. ACT UP in Deutschland
3. ACT UP Köln
4. ACT UP Deutschland und die USA
5. ACT UP protestiert im Dom zu Fulda
6. Das Ende von ACT UP in Deutschland
7. ACT UP – was bleibt?

Diese kleine – mit dieser siebten Folge nun beendete – Mini-Serie bildet nur meine persönlichen Erinnerungen an meine ACT UP Zeit ab. Ich freue mich sehr über Anmerkungen, Korrekturen, Ergänzungen – ob per Kommentar oder persönlicher Nachricht!

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HIV/Aids

Das Ende von ACT UP in Deutschland – Ullis ACT UP Erinnerungen 6

Das Ende von ACT UP in Deutschland – wann, und vor allem aus welchen Gründen kam nach vielen erfolgreichen Aktionen recht bald das Ende dieser Aids-Aktivismus-Gruppen?

Dies ist der fünfte Teil der Mini-Serie Ullis ACT UP Erinnerungen. Im ersten Teil habe ich über die Entstehung von ACT UP in Deutschland geschrieben, im zweiten Teil über ACT UP in Deutschland. Der dritte Teil befasste sich mit ACT UP Köln, der vierte beschäftigte sich mit dem Verhältnis von ACT UP Deutschland und den USA. Der fünfte Teil berichtete über die ACT UP Proteste im Dom zu Fulda.

Die Luft ist raus bei ACT UP … ?

1993, nach der Welt-Aids-Konferenz in Berlin, war für ACT UP in Deutschland  “die Luft im Wesentlichen raus“, bemerkte Corinna Gekeler (u.a. ACT UP Amsterdam) 2012.

Die Luft rausaus ACT UP in Deutschland war meiner Erinnerung nach schon früher. Die Erosion, die später zum Ende von ACT UP führte, begann meines Erachtens bereits Ende 1991, vordergründig damals aus zwei Aspekten heraus:

Erstens: Die ACT UP Aktion im Dom zu Fulda war wohl die größte und erfolgreichste Aktion der deutschen ACT UP Gruppen.  Hatte enorme Medien-Resonanz gebracht, und eine Strafanzeige – hatte aber auch enorm Kraft gekostet, Energien gebunden. Und die Frage aufgeworfen: wofür der ganze Aufwand? Die Sinnfrage (bzw. die Frage nach Verhältnis von Aufwand und Ertrag) stellte sich, nicht nur für mich.

Zweitens: der Fokus veränderte sich, Therapien und medizinische Fragen rückten mehr in den Mittelpunkt. Wann werden endlich wirksame und halbwegs verträgliche Medikamente verfügbar? Wie schnell können erfolgversprechende experimentelle Substanzen (auch vor ihrer zeitaufwendigen Zulassung) verfügbar gemacht werden? Warum dauern klinische Studien so lange, schließen viele Positive aus? Auch in Deutschland wandten sich Aktivisten  (unter anderem, bei weitem nicht nur, auch aus schierer persönlicher Notwendigkeit heraus) dem Therapieaktivismus zu. Dies zeigte sich auch bei ACT UP: bereits im Dezember 1991 traf sich die Arbeitsgruppe ‘Treatment’ der deutschen ACT UP Gruppen erstmals in Hamburg.

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Gründe für das Ende von ACT UP in Deutschland

Dies waren m.E. nur die vordergründigen Faktoren einer schleichenden Erosion von ACT UP in Deutschland. Was führte zur dieser Erosion, dann zur Demobilisierung und Desintegration der deutschen ACT UP Gruppen?

Im wesentlichen sehe ich folgende Faktoren für das Ende von ACT UP in Deutschland Anfang der 1990er Jahre (siehe dazu ausführlicher meine 2008 formulierten Gedanken in ACT UP – Mythos oder Modell einer Bürgerrechts-Bewegung HIV-Positiver?):

  1. mit dem Tod von Andreas Salmen starb im Februar 1992 der ‚geistige Vater‘ von ACT UP in Deutschland, der zugleich Kristallisationspunkt und Motor vieler Aktionen und Aktivitäten war
  2. die Übernahme von Aktionen aus den USA: viele unserer großen überregionalen Aktionen waren direkt oder indirekt an Aktionen aus den USA angelehnt (wie Marlboro-Boykott oder Stoppt die Kirche), erwiesen sich mittelfristig als zu weit entfernt von der Lebenssituation vieler Positiver in Deutschland
  3. Veränderung der Situation: nachlassender Handlungsdruck. Zu Beginn von ACT UP gab es kein bzw. dann ein Medikament (AZT). Spätestens mit der Verfügbarkeit von Didanosin aber verbesserte sich langsam die Therapiesituation, und damit allmählich auch die (medizinisch) existentielle Situation vieler Positiver
  4. diese veränderte Situation führte auch zu einem Abwandern von Aktiven – die Frage der Verfügbarkeit von Medikamenten, der Gestaltung von Studien, der (Beschleunigung der) Zulassung hatte sich als so wichtig erwiesen, dass einige von uns (mich eingeschlossen) vom politischen Aids-Aktivismus bei ACT UP zum Therapie-Aktivismus wechselten
  5. Hinzu kam, dass Aidshilfe sich verändert hatte – nach dem ‚Aufstand der Positiven‘ und dem Ankommen der Auswirkungen in Aidshilfen vor Ort fanden Positive und Aids-Kranke in Aidshilfen oftmals ihre Interessen besser vertreten als vorher, eher in ihren Bedürfnissen wahrgenommen.
  6. mit der sich langsam verbessernden Situation wurde immer deutlicher, dass die eher vom Konsens geprägte Gesellschaft in Deutschland (im Gegensatz zu den USA oder z.B. Frankreich) eine langfristig eher ‚dürre‘ und wohl nicht ausreichende Basis für auf Provokation und Zuspitzung angelegte Aktionsgruppen wie ACT UP ist.

Anders als die (meisten) ACT UP Gruppen in Deutschland und Europa existierte ACT UP Paris noch viele Jahre – die Gruppe entging 2015 knapp der Zwnags-Liquidation.

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Ende oder Scheitern?

ACT UP: eine kurzzeitig sehr erfolgreiche Bewegung zerfällt [1] – und verschwindet doch nicht ganz. Es bleiben: ein Mythos – und viele Einzelpersonen, die sich nach ihrer Zeit bei ACT UP in anderen Zusammen­hängen engagieren, sei es als Therapieaktivisten, als ‚Einzelkämpfer‘, in gemeinnützigen Vereinen in LDC, in Aidshilfen, in HIV-Pflegevereinen (wie in Berlin, Köln).

ACT UP war in Deutschland nie so bedeutend wie in den USA, nie so politisiert (besonders zum Leid­wesen von Andreas), nie so grundlegend die Strukturen und Instanzen kritisierend, angreifend wie in den USA.

ACT UP hat andererseits in Deutschland viele Themen als erste überhaupt bewusst gemacht, auf die Agenda gehoben (wie die Frage der Geschwindigkeit von Arzneimittel-Zulassungen, oder die Idee der Beteiligung von Patienten an Studiendesigns). Zahlreiche ACT UP Aktivisten haben sich nach der Zeit bei ACT UP jahrelang erfolgreich in Aids-Bewegungen engagiert.  Und ACT UP hat in Deutschland dazu beigetragen, Realitäten zu verändern. Dass die Teilnahme HIV-Positiver an Aids-Konferenzen wie dem Deutsch-Österreichischen Aids-Kongress heute selbstverständlich und durch eine Vereinbarung abgesichert ist – diese Selbstverständlichkeit zum Beispiel begann mit jahrelangen ACT UP-Aktionen für den Zugang zum Deutschen Aids-Kongress.

Das Ende von ACT UP in Deutschland ist nicht gleichbedeutend mit einem Scheitern von ACT UP in Deutschland. ACT UP war eine Phase des Aids-Aktivismus, an der sich viel festmachte – und die auf vielen anderen Ebenen weiter geführt wurde.

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[1] Hier ist anzumerken, dass die ACT UP Gruppen in Deutschland unterschiedlich lange existierten. Am längsten – bis Ende der 1990er Jahre – existierte ACT UP Frankfurt, wenn auch in den letzten Jahren weniger mit einem aktivistischen als mit einem karitativen Anspruch.

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DAH-Blog 24.03.2012: Die Kraft der Wut
Ulli Würdemann / ondamaris 21.12.2008: ACT UP – Mythos oder Modell einer Bürgerrechts-Bewegung HIV-Positiver?

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ACT UP Erinnerungen:
1. Entstehung von ACT UP
2. ACT UP in Deutschland
3. ACT UP Köln
4. ACT UP Deutschland und die USA
5. ACT UP Proteste im Dom zu Fulda
6. Das Ende von ACT UP in Deutschland
7. nach ACT UP – was bleibt?

Diese kleine Mini-Serie bildet nur meine persönlichen Erinnerungen an meine ACT UP Zeit ab. Ich freue mich sehr über Anmerkungen, Korrekturen, Ergänzungen – ob per Kommentar oder persönlicher Nachricht!

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Homosexualitäten

Schmidt Theater Eröffnung am 8.8.1988

Schmidt Theater Eröffnung am 8. August 1988 ( 8.8.88 ) in Hamburg.

Zuvor war das schwule Tournee- Theater ‚Familie Schmidt‘ jahrelang durch West-Deutschland getingelt. Corny Littmann gründete das Schmidt Theater als künstlerischer Leiter gemeinsam mit drei anderen Gesellschaftern im ehemaligen ‚Kaiserhof‘ am Spielbudenplatz / Reeperbahn in Hamburg.

Die erste große Show: „Sag bitte und ich sing“ – ‚Familien Schmidt‘ (Corny Littmann und Gunter Schmidt (später Polittbüro)) gemeinsam mit Georgette Dee und Terry Truck.

queer oder eingehegt und stillgestellt?

Littmanns Schritt vom schwulen Tourneetheater zur an breites Publuikum gerichteten Bühne – ein früher Schritt von Entsubkulturalisierung (Jan-Michael Kühn) ?

„An der Transformation der tingelnden ‚Familie Schmidt‘ in das ‚Schmidt-Theater‘, ein Unternehmen mit festem Haus … als wirtschaftlicher Basis lässt sich die ökonomisch geregelte Tendenz ablesen: permanente Ökonomisierung der Produktion und ihrer Agenten, Professionalisierung und die Einhegung ursprünglich queerer Themen, Gesten und Verfahren für die Erwartungen eines Publikums ohne größeres Interesse an Queerness als einer komplexen Zeichenpolitik. Mit dem Kontext aber wechseln die ’schwulen‘ Zeichen ihre Bedeutung und werden schließlich vom heterosexuellen Publikum, das den Umsatz zu garantieren hat, restlos angeeignet und stillgestellt.“

Dirck Linck: Überlegungen zur schwulen Kunst in der BRD der 1980er Jahre, in: Pretzel/Weiß (Hg.): Zwischen Autonomie und Integration – Schwule Politik und Schwulenbewegung in den 1980er und 1990er Jahren, Hamburg 2013

Schmidt Theater Eröffnung – Tickets 1988

Schmidt Theater Eröffnung Hamburg, August 1988
Schmidt-Theater Eröffnung, Hamburg, August 1988

2005: das ’neue Schmidt Theater‘

Das ‚alte‘ Schmidt-Theater gab es 16 Jahre – bis 2004 das Gebäude wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. An gleicher Stelle entstand ein Neubau, der wieder das ‚ Schmidt Theater ‚ beherbergt. Es eröffnete – am 8. August 2005.

2018 konnte das ‚Schmidt‘ also am 8.8.2018 das 30jährige Bestehen feiern, und 13 Jahre im ’neuen Haus‘ …

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