Penis-Komplex durch Porno-Konsum?

Bekommen Männer, die Porno-Filme schauen, Komplexe sie hätten einen zu kleinen Penis? Penis-Komplex durch Porno – dies behauptet eine ‘Studie’ aus Frankreich.

Über ein Drittel der jungen Männer unter 25 Jahren in Frankreich, die Pornofilme sehen, haben Komplexe, weil sie befürchten, ihr Penis sei zu klein. Pornofilme würden zunehmend als Norm-setzend empfunden, besonders von der jungen Generation, so die ‘Studie’ von IFOP, die von der Gefahr ‘angsterzeugender überdimensionierter männlicher Geschlechtsorgane’ spricht.

Das französische Meinungsforschungs-Institut IFOP führte die als repräsentativ bezeichnete Untersuchung im Januar 2014 im Auftrag einer Erotik-Internetseite durch. Befragt wurden 1.004 Personen über 18 Jahre. Die Daten wurden am 23. April 2014 veröffentlicht.

Penis-Komplex ? menschlicher Penis, beschnitten, asiatisch (Foto: Justmoi)

Penis-Komplex ? menschlicher Penis, beschnitten, asiatisch (Foto: Justmoi)

Beruhigend: mit dem Alter scheint der ‘Penis-Komplex’ abzunehmen. Bei den 18- bis 24-Jährigen liege die Quote bei 34%, während Männer über 65 Jahre nur zu 14% der Überzeugung seien, ihr Penis sei zu klein. Insgesamt aber liege die Penis-Komplex – Quote bei Porno-Konsumenten immerhin bei bemerkenswerten 24%.

61% der unter 25 Jahre alten befragten Männer äußerten zudem die Überzeugung, die Größe ihres Schwanzes spiele eine bedeutende Rolle beim sexuellen Vergnügen der Frau. Insgesamt über alle Altersgruppen gesehen aber sei die Mehrheit der Männer (56%) wie auch der Frauen (63%) der Ansicht, dies sei nicht der Fall.

Besonders seit der breiten Verfügbarkeit über Internet beeinflusse der Konsum von Pornos, der ein ‘Massenphänomen’ geworden sei, deutlich das Geschlechtsleben der Franzosen, so IFOP.

Ob der konstatierte jungmännliche Penis-Komplex bei Porno-Konsum auch Schwule betreffen könnte, geht aus der ‘Studie’ nicht hervor. Oder gar ein Einfluss der seit einem Jahr möglichen Homoehe in Frankreich?

.

Haben die Franzosen Grund zur Sorge, zur Penis-Sorge genauer gesagt? Die durchschnittliche Größe des erigierten Penis sei in Frankreich innerhalb der letzten zehn Jahre deutlich geschrumpft, behauptete schon im Sommer 2013 eine weitere Untersuchung – aus Großbritannien. Von 15,4 Zentimeter sei die Schwanzlänge auf nur noch 12,95 cm gesunken. Ursachen der geschrumpften Penisse seien vermutlich u.a. Pestizide.
Besonders ‘kurz’ dran seien Männer aus Nord-Korea – mit gerade einmal 9,66 cm. Gut gebaut hingegen seien Männer aus Afrika, mit z.B. durchschnittlich 16,47 cm (Sudan) und 17,77 cm Penislänge (erigierter Penis).

.

IFOP 23.04.2014: Enquête sur l’impact de la pornographie dans le rapport au corps des Français

.

ein Jahr Homoehe in Frankreich (akt.)

Am 23. April 2013, heute vor einem Jahr, beschloß die Nationalversammlung endgültig die Einführung der Homoehe in Frankreich. Zeit für eine erste Bilanz.

Sie war eines der Prestige-Objekte der neuen französischen Regierung unter Präsident Hollande: die Einführung der Homoehe in Frankreich. Am 23. April 2013 war es soweit, die Assemblée National, die französische Nationalversammlung stimmte dem Gesetz endgültig zu, und mit deutlicher Mehrheit: 331 Stimmen Ja bei 225 Nein-Stimmen und zehn Enthaltungen.

Homoehe in Frankreich: Claude Bartolone, Präsident der Nationalversammlung,  bei der entscheidenden Abstimmung über das Gesetz am 23. April 2013 (Foto: Ericwaltr)

Homoehe in Frankreich: Claude Bartolone, Präsident der Nationalversammlung, bei der entscheidenden Abstimmung über das Gesetz am 23. April 2013 (Foto: Ericwaltr)

Weiterlesen

Frankreich: erste Homoehe-Trauung gestört – 2 Monate Haft auf Bewährung

Am 29. Mai 2013 heirateten Vincent Autin und Bruno Boileau in Montpellier – die erste Homoehe in Frankreich, nachdem das Gesetz erst kurz zuvor in Kraft getreten war. Ein junger Mann störte ihre Vermählungs-Zeremonie vor dem Rathaus mit homophoben Parolen, Feuerwerkskörpern und Rauchbomben, und protestierte gegen die Homoehe. Am 22. April 2014 wurde er zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Homoehe wurde in Frankreich möglich durch das ‘Gesetz vom 17. Mai 2013′. Durch dieses Gesetz wurde die Ehe in Frankreich auch für Personen gleichen Geschlechts geöffnet (‘mariage pour tous’, Ehe für alle). Nach der entscheidenden Abstimmung in der französischen Nationalversammlung am 23. April 2013 wurde die erste Homoehe am 29. Mai 2013 in Montpellier geschlossen – die von Vincent Autin und Bruno Boileau, bei der der Angeklagte mit homophoben Aktionen störte.

Justizministerin Christiane Taubira und Premierminister Jean-Marc Ayrault am 23.4.2013 in der Nationalversammlung nach der entscheidenden Abstimmung über das Gesetz, das in Frankreich die Homoehe möglich machte (Foto: Ericwaltr)

Justizministerin Christiane Taubira und Premierminister Jean-Marc Ayrault am 23.4.2013 in der Nationalversammlung nach der entscheidenden Abstimmung über das Gesetz, das in Frankreich die Homoehe möglich machte (Foto: Ericwaltr)

Weiterlesen

Bordeaux: 2 Jahre Haft für homophobe Attacke

Zwei Jahre Haft wegen einer homophob motivierten Attacke auf eine Schwulen-Bar in Bordeaux, so lautete am 18. April 2014 das Urteil gegen einen arbeitslosen 21-Jährigen. 14 Monate der Haftstrafe wurden zur Bewährung ausgesetzt.

In der Nacht vom 17. auf den 18. April 2013 wurden der Manager sowie ein Kunde einer Schwulenbar im Zentrum von Bordeaux von zwei vermummten Männern angegriffen. Sie zerschlugen Flaschen und Gläser, einer der beiden führte eine Handfeuerwaffe mit sich, die er zum Zuschlagen verwendete.

Weiterlesen

Homophobie-Prävention in Frankreich – aktueller Stand 2014

Wie steht es um Homophobie und Homophobie-Prävention in Frankreich ? Der Rechtswissenschaftler Daniel Borillo stellte am 17. April 2014 in einer Präsentation vor der Nationalen Beratungskommission für Menschenrechte den Sachstand vor.

Homophobie ist auch in Frankreich immer noch gesellschaftliche Realität. In zahlreichen Städten kam es jüngst zu homophoben Attacken, wie in Lille, wo die Täter zu Haftstrafen von sechs Monaten auf bewährung verurteilt wurden. Und Bertrand Delanoë, damals Bürgermeister von Paris, erhielt homophob motivierte Morddrohungen, der Täter wurde vor kurzem zu zwei Monaten Haft verurteilt.

Doch in Frankreich wie auch auf europäischer Ebene wird aktiv gegen Homophobie vorgegangen. Erstmals wurden vor kurzem offizielle Zahlen zu Trans- und Homophobie in Frankreich vorgelegt. In zahlreichen Städten wie in Bordeaux vereinbaren Bürgermeister und Schwulen- und Lesbengruppen Maßnahmen gegen Homophobie.

Nun befasste sich erstmals im Rahmen einer Präsentation des Rechtswissenschaftlers und Publizisten Daniel Borillo auch der Nationale Menschenrechts-Beirat mit Fragen der Homophobie-Prävention in Frankreich. Borillo, aus Argentinien stammend, lehrt an der Universität Paris-Nanterre Jura, er war zudem viele Jahre juristischer Berater der französischen Aidshilfe-Organisation Aides. Borillo ist Mitglied der European Commission on Sexual Orientation Law ECSOL und engagiert sich seit vielen Jahren in der Bekämpfung von Homophobie (siehe u.a. unten verlinktes Interview).

Daniel Borillo, 2014 Berichterstatter zu Homophobie-Prävention in Frankreich vor dem Menschenrechts-Beirat (Foto: ECSOL)

Daniel Borillo, 2014 Berichterstatter zu Homophobie-Prävention in Frankreich vor dem Menschenrechts-Beirat (Foto: ECSOL)

Weiterlesen

Renaissance-Decke in der Lübschen Vogtei Travemünde

Viele Jahrzehnte durch eine Zwischendecke verborgen und in Vergessenheit geraten, wurde sie erst 2006 bei Restaurierungen wieder entdeckt: die Renaissance-Decke aus dem Jahr 1623 in der Lübschen Vogtei in Travemünde.

Bis 2002 saß hier, in der Lübschen Vogtei, die Polizei – und die Beamten des 7. Polizeireviers ahnten nicht, unter welchem Kleinod sie residierten. 2005 verkaufte die Stadt Lübeck das inzwischen nicht mehr benötigte Gebäude an einen Privatmann – und der machte bei Restaurierungsarbeiten im Januar 2006 eine erstaunliche Entdeckung: unter einer abgehängten Decke kam eine Renaissance-Decke aus dem Jahr 1623 zum Vorschein.

Lübsche Vogtei aus dem Jahr 1551 in Lübeck Travemünde

Lübsche Vogtei aus dem Jahr 1551 in Lübeck Travemünde

Weiterlesen

Kielwasser – Ausstellung J. P. Tschuschke auf der Rickmer Rickmers

Wasser, See, Wellen – dies ist das Haupt-Thema der Öl-Bilder von Jens-Peter Tschuschke, die bis 18. Mai 2014 in der Ausstellung ‘ Kielwasser ‘ auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers zu sehen sind:

Kielwasser - Ausstellung von J. P. Tschuschke, Rickmer Rickmers 5. April bis 18. Mai 2014

Kielwasser – Ausstellung von J. P. Tschuschke, Rickmer Rickmers 5. April bis 18. Mai 2014

Kielwasser – Ausstellung J. P. Tschuschke auf der Rickmer Rickmers

Tschuschke Rickmer Rickmers 2014 01
.
Tschuschke Kielwasser Rickmer Rickmers 2014 02 b
.
Tschuschke Rickmer Rickmers 2014 03
.
Tschuschke Ausstellung Rickmer Rickmers 2014 04 b
.
Tschuschke Kielwasser Rickmer Rickmers 2014 05 b

.

Jens-Peter Tschuschke

Aufgewachsen in Wilhelmshaven. Studium der Architektur (Universität der Künste Berlin). Widmet sich seit 2005 ganz der Malerei.

Tschuschke stellte bisher u.a. aus in Berlin, Hamburg, Kiel, Reinbek, Wedel und Wilhelmshaven.

Die nächste Ausstellung von J.P. Tschuschke wird ab Septembr 2014 im UNESCO Besucherzentrum Wattenmeer in Wilhelmshaven zu sehen sein.

.

Kielwasser
Ausstellung Öl-Bilder J. P. Tschuschke
Museumsschiff Rickmer Rickmers
Hamburg
Landungsbrücken / Ponton 1A
5. April bis 18. Mai 2014
täglich 10:00 bis 18:00 Uhr, Fr & Sa bis 20:00 Uhr

.

Kielwasser

.

Stolperstein Hamburg Hartungstr. 7a – Johann-Nielsen Jebsen (akt.)

Gunter Demnig verlegte am 4. März 2014 in Hamburg Rothenbaum einen Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen.

Am 4. und 5. März 2014 war Gunter Demnig (2009 mit dem Erich-Mühsam-Preis ausgezeichnet) in Hamburg. Am 4. März verlegte er auf der Hartungstrasse (Eimsbüttel / Rotherbaum) einen Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen:

Stolperstein Hamburg Hartungstr. 7 - Gunter Deming bei der Verlegung am 4. März 2014

Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen, Hamburg Hartungstr. 7 – Gunter Deming bei der Verlegung am 4. März 2014

Weiterlesen