Schloss Bazoches – Wohnsitz von Vauban

Schloss Bazoches im Burgund war Wohnsitz von Sébastien Le Prestre de Vauban, Festungsbaumeister und General unter Ludwig XIV.

Der französische General Sébastien Le Prestre de Vauban wurde unter Ludwig XIV. zum bedeutendsten Festungsbaumeister Frankreichs. Insgesamt war er an Bau oder Umbau von 160 Festungsanlagen in Frankreich beteiligt. Für seine Verdienste wurden ihm zu Ehren zahlreiche Vauban-Denkmäler in ganz Frankreich errichtet.

Vauban erwarb 1675 in Bazoches du Morvan 10 Kilometer südlich von Vézelay das Château de Bazoches. Er ließ es nach eigenen Entwürfen zum privaten Wohnhaus umbauen, das gleichzeitig sein zentrales Atelier beherbergte.

Zu seinen Werken zählen neben vielen anderen u.a. die Zitadelle von Lille, der Marinehafen von Rochefort, Festungsanlagen in Metz, Breisach und Freiburg.

Vauban starb am 30. März 1707 in seinem Stadt-Palais in Paris an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde am 16. April im von ihm selbst entworfenen Grab in der Seitenkapelle (Sebastianskapelle) der Kirche Saint Hilaire in Bazoches beigesetzt. Sein getrennt beigesetztes Herz wurde 1808 auf Veranlassung Napoleon I. in Paris im Invalidendom beigesetzt.

Schloss Bazoches befindet sich heute (wieder) im Besitz von Nachfahren Vaubans. Es kann besichtigt werden.

Schloss Bazoches – Fotos

Schloss Bazoches 01 SchlossBazoches 02 Schloss Bazoches 03 Blick auf Vezelay Schloss-Bazoches 04 Portraits Vauban Schloss Bazoche 05 Galerie Schloss Bazoches 06 Vauban Befestigungsanlage Landau Schloss Bazoches 07 Vauban Arbeitszimmer

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read: 53 · today: 35 · last: 26. November 2014

Salzquellen von Saint Père

Eine unauffällige Attraktion im Burgund, leicht zu übersehen: die Salzquellen von Saint Père. Salzquellen, genutzt zur Salzgewinnung, als Nekropole, als Heiligtum, als Therme – mit noch heute funktionsfähigen Brunnen aus der Jungsteinzeit.

Die Fontaines salées (Salzquellen) von Saint Père im Morvan / Burgund sind unweit von Vézelay und der beeindruckenden Basilika Sainte-Marie-Madeleine an einer kleinen Landstrasse gelegen. Nur ein leicht übersehbaren kleines Schild weist an der D958 (Richtung Süden aus Saint Père heraus) auf diese besondere Sehenswürdigkeit hin: die ‘Site archéologique des Fontaines Salées de Saint-Père‘, die Salzquellen von Saint Père.

die Salzquellen von Saint Père - Eingangsbereich
die Salzquellen von Saint Père – Eingangsbereich

Das leicht salzige Wasser (das noch heute probiert werden kann) enthält u.a. Stickstoff, Helium und Radon.

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read: 134 · today: 29 · last: 26. November 2014

Sainte Marie Madeleine in Vézelay

In der kleinen burgundischen Gemeinde Vézelay liegt mit der Basilika Saint Marie Madeleine eine der bedeutenden romanischen Kirchen Frankreichs. Sie ist seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe.

Schon von weitem sind sie zu sehen: das Städtchen Vézelay im Morvan und die Basilika Sainte Marie Madeleine. Nach früheren durch Feuer zerstörten Vorgängerbauten wurde die heutige Basilika im Jahr 1185 begonnen.

von weitem zu sehen: Vézelay
von weitem zu sehen: Vézelay

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read: 225 · today: 39 · last: 26. November 2014

Montargis – Wiege der KP Chinas

Montargis, ein Städtchen  im Loiret 100 Kilometer südlich von Paris gelegen, ist in Frankreich wenig, in Deutschland fast gar nicht bekannt. Ganz anders in Asien: in Montargis ist die Wiege der KP China . Zahlreiche spätere Spitzenpolitiker Chinas verbrachten hier einen  Teil ihrer Jugend.

Montargis? Kaum jemand kennt in Deutschland diese Kleinstadt von knapp 15.000 Einwohnern, und selbst in Frankreich ist das Städtchen (außer durch die Prasline von Montargis) nur wenig bekannt.

In China hingegen steht Montargis in fast jedem Geschichtsbuch.
In China?

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read: 481 · today: 29 · last: 26. November 2014

Hardliner und Kassandra der Aids-Krise: Gert G. Frösner

Hardliner, Untergangs-Prophet, Kassandra – der CSU-Politiker Peter Gauweiler war bei weitem nicht der einzige, der sich um diesen ‘Titel’ bewarb. Der Münchner Virologe Gert G. Frösner war Berater von Gauweiler – und expliziter Hardliner in den frühen Jahren der Aids-Krise.

100.000 Aids-Tote schon 1996. Kondome seien nicht sicher, ‘Aids-Übertragung’ auch bei Zungenküssen möglich. Reihenuntersuchungen der gesamten Bevölkerung, und selbstverständlich nicht nur auf freiwilliger Basis. Meldepflicht von HIV-Infizierten. Fanatismus der Vertreter der Betroffenengruppen. Die Szenarien, die der Münchner Virologe Professor Gert G. Frösner vom Pettenkofer-Institut Mitte / Ende der 1980er Jahre zeichnete, rechtfertigten bald seine Ruf als Hardliner in der Auseinandersetzung um eine wirksame Antwort auf die Aids-Krise.

Frösner konstatierte das “Versagen der ‘safer sex’ -Kampagnen in den USA” [4] und gefiel sich als Kassandra. Schon bis zum Jahr 1996 prognostizierte er 100.000 Aids-Tote [1].
Hintergrund: bis Ende 2013 belief sich die Gesamtzahl aller in Deutschland an den Folgen von Aids Verstorbenen laut RKI auf 28.000 [5].

Die verzweifelte Kassandra vor der brennenden Stadt Troja. Evelyn de Morgan 1898. De Morgan Center London
Die verzweifelte Kassandra vor der brennenden Stadt Troja. Evelyn de Morgan 1898. De Morgan Center London

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read: 586 · today: 26 · last: 26. November 2014

Sorglosigkeit und die Rettung der Lüste

Sorglosigkeit – ist das schlimm? Warum warnen Menschen vor ‘neuer Sorglosigkeit’? Angst-Szenarien oder ‘Rettung der Lüste’?

Die Sorglosigkeit nimmt zu, die Gefahr einer ‘neuen Sorglosigkeit’, nachlassende Angst und ‘mehr Sorglosigkeit’, Formulierungen wie diese werden uns in den kommenden Wochen – rund um Welt-Aids-Tag und neue HIV-Zahlen – wieder gehäuft begegnen.

Warum kommen diese Formulierungen, und wie begegnen wir ihnen? Was ist eigentlich so gefährlich an ‘Sorglosigkeit’ ?

Die ‘neue Sorglosigkeit’ als Bedrohung – eine kurze Erinnerung

Die als Vorwurf oder Bedrohung formulierte bzw. konstatierte ‘neue Sorglosigkeit’ verfolgt insbesondere (aber nicht nur) Schwule schon viele Jahre durch die Aids-Krise.

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read: 786 · today: 22 · last: 26. November 2014

die Prasline ist keine Praline

Prasline, Praline oder Praliné? Franzosen und Deutsche verstehen nicht das gleiche unter diesem Leckerei-Begriff.

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Die Geschichte der Prasline

Frankreich im 17. Jahrhundert. Clément Jaluzot ist Chefkoch am Hof von Marschal César de Choiseul du Plessis-Praslin (1598 – 1675), einem der führenden Aristokraten am Hof Ludwig XIII. und danach Ludwig XIV. und von diesem besonders geschätzt für seine Loyalität während der Fronde-Aufstände.

César de Choiseul du Plessis-Praslin, Namensparton der Prasline / Praline
César de Choiseul du Plessis-Praslin, Namensparton der Prasline / Praline

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read: 1124 · today: 26 · last: 26. November 2014

letztes Lebenszeichen von Edith Stein

In Schifferstadt erinnert eine Gedenktafel an ein letztes Lebenszeichen von Edith Stein am 7. August 1942 – zwei Tage später wurde sie in Auschwitz ermordet.

Die Philosophin (Doktorvater: Edmund Husserl) und Frauenrechtlerin Edith Stein (geb. 12. Oktober 1891 in Breslau) konvertierte 1922 von Judentum zur katholischen Konfession.

Edith Stein ca. 1920
Edith Stein ca. 1920

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read: 1206 · today: 22 · last: 26. November 2014

Kannibalisiert PrEP Kondome ?

In welchem Verhältnis stehen die Verwendung von Kondomen und die Prä-Expositions-Prophylaxe PrEP? Geht es, wie einige in den Diskussionen um PrEP postulieren, um eine “Ergänzung des Präventions-Werkzeugkastens”? Oder eher um ein “Ende der Kondom-Ära”, wie andere plakativ fordern? Kannibalisiert PrEP Kondome ?

Die Prä-Expositions-Prophylaxe PrEP, ein experimenteller und in Europa derzeit nicht zugelassener Weg der HIV-Prävention,  führt zu teils intensiven Diskussionen (siehe auch “Pillen und die Angst vor HIV“).

Ist PrEP eher etwas nur für bestimmte Gruppen, wie ‘Menschen die beim Sex keine oder nicht immer Kondome verwenden’? Oder führt PrEP dazu, dass schwule Männer zukünftig mehr als heute auf die Verwendung von Kondomen verzichten?

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read: 1427 · today: 25 · last: 26. November 2014