Kernkraftwerk Unterweser Stop

Seit 18. März 2011 ist es nach gut 32 Jahren Betrieb endgültig abgeschaltet: das Kernkraftwerk Unterweser.

Kernkraftwerk Unterweser Stop (Foto 1981)

Kernkraftwerk Unterweser Stop (Foto 1981)

Am 29. September 1978 ging das Kernkraftwerk Unterweser in Betrieb, am 18. März 2011 wurde es außer Betrieb gesetzt. Am von Siemens / KWU gebaute Druckwasser-Reaktor befindet sich auch ein Zwischenlager.

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Kernkraftwerk Unterweser oder AKW Esensham ?

Das Atomkraftwerk / Kernkraftwerk Unterweser wurde auch bekannt als AKW Esensham – letztlich aufgrund eines Zuordnungs-Fehlers. Das Gebiet, auf dem das AKW gebaut wurde, gehörte früher zur Gemeinde Esensham. Aber bereits zur Zeit des Baus des AKW Unterweser war es Teil der Nachbar-Gemeinde Stadtland, die Teil der Region Wesermarsch ist und am Ufer der Unterweser liegt. Die Bezeichnung AKW Esensham ist also letztlich immer unzutreffend gewesen.

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Mein erstes politisches Engagement begann Ende der 1970er Jahre irgendwo zwischen “Umsonst und Draußen” – Festivals, Bunte Liste und “Atomkraft Nein Danke”. Und also, da es ziemlich nahe zu meinem Geburts- und bis 1977 Wohnort Delmenhorst lag, auch in Auseinandersetzung mit und Protest gegen das Kernkraftwerk Unterweser oder AKW Esensham.

Wenig später studierte ich in Bremerhaven – und sah fast jeden Tag auf der anderen Weser-Seite das AKW Esensham, besonders bedrohlich nah wenn ich bei meinem Prof war, der südlich von Bremerhaven direkt hinter dem Weserdeich lebte – nahezu gegenüber von Esensham. Zu dieser Zeit ist auch das obige Foto ‘ Kernkraftwerk Unterweser Stop ‘ entstanden.

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Homophobie-Prävention in Frankreich – aktueller Stand 2014

Wie steht es um Homophobie und Homophobie-Prävention in Frankreich ? Der Rechtswissenschaftler Daniel Borillo stellte am 17. April 2014 in einer Präsentation vor der Nationalen Beratungskommission für Menschenrechte den Sachstand vor.

Homophobie ist auch in Frankreich immer noch gesellschaftliche Realität. In zahlreichen Städten kam es jüngst zu homophoben Attacken, wie in Lille, wo die Täter zu Haftstrafen von sechs Monaten auf bewährung verurteilt wurden. Und Bertrand Delanoë, damals Bürgermeister von Paris, erhielt homophob motivierte Morddrohungen, der Täter wurde vor kurzem zu zwei Monaten Haft verurteilt.

Doch in Frankreich wie auch auf europäischer Ebene wird aktiv gegen Homophobie vorgegangen. Erstmals wurden vor kurzem offizielle Zahlen zu Trans- und Homophobie in Frankreich vorgelegt. In zahlreichen Städten wie in Bordeaux vereinbaren Bürgermeister und Schwulen- und Lesbengruppen Maßnahmen gegen Homophobie.

Nun befasste sich erstmals im Rahmen einer Präsentation des Rechtswissenschaftlers und Publizisten Daniel Borillo auch der Nationale Menschenrechts-Beirat mit Fragen der Homophobie-Prävention in Frankreich. Borillo, aus Argentinien stammend, lehrt an der Universität Paris-Nanterre Jura, er war zudem viele Jahre juristischer Berater der französischen Aidshilfe-Organisation Aides. Borillo ist Mitglied der European Commission on Sexual Orientation Law ECSOL und engagiert sich seit vielen Jahren in der Bekämpfung von Homophobie (siehe u.a. unten verlinktes Interview).

Daniel Borillo, 2014 Berichterstatter zu Homophobie-Prävention in Frankreich vor dem Menschenrechts-Beirat (Foto: ECSOL)

Daniel Borillo, 2014 Berichterstatter zu Homophobie-Prävention in Frankreich vor dem Menschenrechts-Beirat (Foto: ECSOL)

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Renaissance-Decke in der Lübschen Vogtei Travemünde

Viele Jahrzehnte durch eine Zwischendecke verborgen und in Vergessenheit geraten, wurde sie erst 2006 bei Restaurierungen wieder entdeckt: die Renaissance-Decke aus dem Jahr 1623 in der Lübschen Vogtei in Travemünde.

Bis 2002 saß hier, in der Lübschen Vogtei, die Polizei – und die Beamten des 7. Polizeireviers ahnten nicht, unter welchem Kleinod sie residierten. 2005 verkaufte die Stadt Lübeck das inzwischen nicht mehr benötigte Gebäude an einen Privatmann – und der machte bei Restaurierungsarbeiten im Januar 2006 eine erstaunliche Entdeckung: unter einer abgehängten Decke kam eine Renaissance-Decke aus dem Jahr 1623 zum Vorschein.

Lübsche Vogtei aus dem Jahr 1551 in Lübeck Travemünde

Lübsche Vogtei aus dem Jahr 1551 in Lübeck Travemünde

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Kielwasser – Ausstellung J. P. Tschuschke auf der Rickmer Rickmers

Wasser, See, Wellen – dies ist das Haupt-Thema der Öl-Bilder von Jens-Peter Tschuschke, die bis 18. Mai 2014 in der Ausstellung ‘ Kielwasser ‘ auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers zu sehen sind:

Kielwasser - Ausstellung von J. P. Tschuschke, Rickmer Rickmers 5. April bis 18. Mai 2014

Kielwasser – Ausstellung von J. P. Tschuschke, Rickmer Rickmers 5. April bis 18. Mai 2014

Kielwasser – Ausstellung J. P. Tschuschke auf der Rickmer Rickmers

Tschuschke Rickmer Rickmers 2014 01
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Tschuschke Kielwasser Rickmer Rickmers 2014 02 b
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Tschuschke Rickmer Rickmers 2014 03
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Tschuschke Ausstellung Rickmer Rickmers 2014 04 b
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Tschuschke Kielwasser Rickmer Rickmers 2014 05 b

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Jens-Peter Tschuschke

Aufgewachsen in Wilhelmshaven. Studium der Architektur (Universität der Künste Berlin). Widmet sich seit 2005 ganz der Malerei.

Tschuschke stellte bisher u.a. aus in Berlin, Hamburg, Kiel, Reinbek, Wedel und Wilhelmshaven.

Die nächste Ausstellung von J.P. Tschuschke wird ab Septembr 2014 im UNESCO Besucherzentrum Wattenmeer in Wilhelmshaven zu sehen sein.

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Kielwasser
Ausstellung Öl-Bilder J. P. Tschuschke
Museumsschiff Rickmer Rickmers
Hamburg
Landungsbrücken / Ponton 1A
5. April bis 18. Mai 2014
täglich 10:00 bis 18:00 Uhr, Fr & Sa bis 20:00 Uhr

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Kielwasser

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Stolperstein Hamburg Hartungstr. 7a – Johann-Nielsen Jebsen (akt.)

Gunter Demnig verlegte am 4. März 2014 in Hamburg Rothenbaum einen Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen.

Am 4. und 5. März 2014 war Gunter Demnig (2009 mit dem Erich-Mühsam-Preis ausgezeichnet) in Hamburg. Am 4. März verlegte er auf der Hartungstrasse (Eimsbüttel / Rotherbaum) einen Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen:

Stolperstein Hamburg Hartungstr. 7 - Gunter Deming bei der Verlegung am 4. März 2014

Stolperstein für Johann-Nielsen Jebsen, Hamburg Hartungstr. 7 – Gunter Deming bei der Verlegung am 4. März 2014

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Selbsterhaltungstrieb – die ewige Aidshilfe ?

Die französische Aidshilfe Aides ist in der Krise. Hätte man sie schon längst schliessen müssen, um ” die ewige Aidshilfe ” zu vermeiden? Dies fragt der Soziologe und Mitgründer von Aides, Daniel Defert.

In Frankreich “wackelt ein Denkmal des Kampfes gegen Aids”, schreibt die Tageszeitung ‘Liberation’ – die Aidshilfe Aides ist in der Krise. Und eine weitere weitere Organisation steht kurz vor dem Aus – ACT UP Paris befindet sich seit Ende März 2014 in Insolvenz.

ewige Aidshilfe ? - Aides Logo

ewige Aidshilfe ? – Aides Logo

Ein Drama?

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Frankreich: Marisol Touraine bleibt Gesundheitsministerin im Kabinett Valls (akt.)

Marisol Touraine bleibt Gesundheitsministerin in Frankreich in der Regierung von Premierminister Manuel Valls. Sie ist wie bisher schon Ministerin für soziale Angelegenheiten. Dies gab Pierre-René Lemas, Leiter des Elysée Palasts, am 2. April 2014 bekannt.

Staatspräsident Hollande hatte nach dem deutlichen Verlusten der Sozialisten bei den Kommunalwahlen vom März 2014 Premierminister Ayrault entlassen. In Folge war das gesamte Kabinett zurückgetreten.
Nach Artikel 8 der Verfassung Frankreichs (pdf) ernennt der Präsident die Minister auf Vorschlag des Premierministers. Der Elysée Palast ist die ‘Behörde’ des französischen Staatspräsidenten.

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HIV in Frankreich: 6.200 Neudiagnosen pro Jahr

6.200 HIV-Infektionen werden in Frankreich jedes Jahr neu diagnostiziert. Dies teilte das für Epidemiologie in Frankreich zuständige ‘Institut de veille sanitaire’ (INVS) kurz vor der jährlichen Benefiz-Aktion ‘Sidaction’ mit und veröffentlichte zugleich einen 10-Jahres-Vergleich 2003 bis 2012.

Insgesamt sei die HIV-Epidemie in Frankreich stabil, vermerkt das INVS – außer bei Schwulen:

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Paris: Zwei Monate Haft wegen homophober Morddrohungen gegen Bertrand Delanoë , offen schwuler Bürgermeister (akt.)

Zwei Monate Haft wegen Morddrohungen gegen Bertrand Delanoë, den offen schwulen Bürgermeister von Paris – so lautete am Freitag 28. März 2014 das Urteil gegen einen bekannten und bereits mehrfach vorbestraften Rechtsextremen.

Der Täter, Hervé Lalin (nennt sich Hervé Ryssen), ein bekannter rechtsextremer Aktivist und ehemaliger Geschichtslehrer, war früher Mitglied der rechtsextremen Partei Front National. Er wurde vom Gericht wegen Morddrohungen gegen Bertrand Delanoë auf Basis der sexuellen Orientierung verurteilt, zusätzlich zur Haftstrafe auch zu einem symbolischen Schadenersatz von einem Euro an Bürgermeister Bertrand Delanoe, und er hat 1.000 Euro  Gerichtskosten zahlen.

Lalin hatte auf seinem Blog (das zwischenzeitlich geschlossen wurde) im Oktober 2011 geäußert, er sei überzeugt dass die Polizei ihn bald verhaften werde. Die Super-Cops seien bestimmt von seinem Projekt informiert, Delanoë zu “pulverisieren” (wörtlich: ‘pulvériser’). Gegenüber der Polizei äußerte er weitere homophobe Beleidigungen, wegen der er am 2. Oktober 2012 zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurtelt wurde.

Bertrand Delanoe, 2001 bis 2014 Bürgermeister von Paris, im Jahr 2007 (Foto:  Marie-Lan Nguyen)

Bertrand Delanoe, 2001 bis 2014 Bürgermeister von Paris, im Jahr 2007 (Foto: Marie-Lan Nguyen)

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