KZ Gedenkstätte Dachau – Homosexuelle NS-Opfer und das einst schwierige Gedenken

Seit 1995, fünfzig Jahre nach Ende der NS-Herrschaft, werden in der KZ-Gedenkstätte Dachau homosexuelle NS-Opfer mit einer Gedenktafel erinnert. Zehn Jahre zuvor war ein erster Versuch eine Gedenktafel anzubringen an Widerstand gescheitert.

Es brauchte zehn Jahre nach Fertigstellung eines Gedenksteins, bis in der KZ-Gedenkstätte Dachau Homosexuelle als Opfergruppe der NS-Herrschaft in Form eines Gedenksteins erinnert werden konnten – 1995, 50 Jahre nach Kriegsende:

Dachau Homosexuelle - die erste für die KZ-Gedenkstätte Dachau erstellte Gedenktafel an homosexuelle NS-Opfer
die erste für die KZ-Gedenkstätte Dachau erstellte Gedenktafel an homosexuelle NS-Opfer

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Berlin Nollendorfplatz Rosa Winkel – Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Seit 1989 hängt am U-Bahnhof Berlin Nollendorfplatz eine Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen – damals das erste Gedenken an homosexuelle NS-Opfer im Öffentlichen Raum.

Die Gedenktafel wurde am 24. Juni 1989 am U-Bahnhof Nollendorfplatz (am Ende der Motzstrasse) enthüllt. Die Gedenktafel – eine dreieckige Tafel aus rotem Granit, in Erinnerung an den ‚Rosa Winkel‘ – trägt den Text

TOTGESCHLAGEN
TOTGESCHWIEGEN
DEN
HOMOSEXUELLEN OPFERN
DES
NATIONALSOZIALISMUS

Berlin Nollendorfplatz Rosa Winkel - Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Berlin Nollendorfplatz
Rosa Winkel – Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Berlin Nollendorfplatz

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Baptisterium Saint Jean Poitiers – ältestes christliches Bauwerk Frankreichs

Es ist das älteste christliche Bauwerk in Frankreich – das Baptisterium Saint Jean in Poitiers.

Im 7. Jahrhundert, in der Merowinger-Zeit, wurde in Poitiers ein Zivilbau zur Taufkirche umgebaut. Dieser Zivilbau stammte aus gallo-römischer Zeit, aus dem 4. Jahrhundert Geschätzt um 360). Auf diesde Weise entstand die Taufkirche Heiliger Johannes – das Baptisterium Saint Jean (Baptistère Saint-Jean). Es gilt damit als ältestes christliches Bauwerk in Frankreich.

Baptisterium Saint Jean Poitiers
Baptisterium Saint Jean Poitiers

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Unerwartet weitergelebt – wie Ulli Würdemann Aids überstand (Interview WDR 5 Redezeit Welt Aids Tag 2016)

„Unerwartet weitergelebt – wie Ulli Würdemann Aids überstand“ – unter diesem Titel hat Thomas Koch mich anläßlich des Welt-Aids-Tags 2016 am 1. Dezember für die ‚Redezeit‘ von WDR 5 interviewt.

Themen des 27 Minuten dauernden Gesprächs für die Sendung WDR 5 Redezeit Welt Aids Tag 2016 sind u.a.

Interview WDR 5 Redezeit am 1. Dezember 2016
Interview WDR 5 Redezeit am 1. Dezember 2016

Das Interview hier als mp3:

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Nationaler Aids Beirat abgeschafft – zukünftig nur noch Umsetzungs-Gremium

Der 1987 eingerichtete Nationale Aids-Beirat (NAB) wurde im November 2016 im 30. Jahr seines Bestehens abgeschafft. Für die Begleitung der neuen ab 2017 gültigen HIV-, Hepatitis- und STD-Strategie des Bundesgesundheitsministeriums ist inzwsichen ein Umsetzungs-Gremium angekündigt. Was sind seine Merkmale, und wie ist es im Vergleich zum ehemaligen NAB aus Sicht von HIV-Communities zu bewerten? Eine erste Einordnung:

Anfang April 2016 hat das Bundeskabinett die neue ‚Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen‘ (BIS 2030; pdf) verabschiedet, die die bisherige HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie von 2005 ersetzt.

In diesem Zug wurde auch der Nationalen Aids-Beirat (NAB) abgeschafft. Die letzte Sitzung des NAB fand am 21. November 2016 statt. Ab 2017 wird ein Gremium eingesetzt, dessen Aufgabe die Begleitung bei der Umsetzung der neuen Strategie ist.

Nationaler AIDS Beirat abgeschafft : Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit den Mitgliedern des Nationalen AIDS-Beirats bei ihrer letzten gemeinsamen Sitzung am 21.11.2016 ((c) BMG/Schinkel)
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit den Mitgliedern des Nationalen AIDS-Beirats bei ihrer letzten gemeinsamen Sitzung am 21.11.2016 ((c) BMG/Schinkel)

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Francois Fillon – stramm konservativ und antihomosexuell

Der französische Politiker Francois Fillon ist Kandidat der Konservativen für die Wahl des nächsten Präsidenten Frankreichs im Frühjahr 2017. Der gesellschaftspolitisch stramm konservative Fillon äußert sich immer wieder homophob, vertritt seit Jahrzehnte antihomosexuelle Positionen.

Francois Fillon wurde am 4. März 1954 in Le Mans als erster Sohn eines Notars und einer Historikerin geboren. Er studierte in Le Mans Jura, anschließend in Paris öffentliches Recht und Politikwissenschaft. Fillon ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Francois Fillon im November 2008 (Foto Remi Jouan, Lizenz cc-by-sa 2.5)
Francois Fillon im November 2008 (Foto Remi Jouan, Lizenz cc-by-sa 2.5)

Ab 1976 arbeitete Fillon als Parlamentsassistent des Abgeordneten Joël Le Theule, wurde 1977 nach dessen Berufung als Verkehrsminister sein Büroleiter. 1981 wurde er als dessen Nachfolger als Abgeordneter gewählt, mit 27 Jahren als damals jüngster Parlamentarier.

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Präsidentschaftswahl Frankreich 2017 – Macron und Le Pen in der Stichwahl

Präsidentschaftswahl Frankreich 2017: im ersten Wahlgang am 23. April 2017 erhielt Emmanuel Macron mit 23,86% die meisten Stimmen vor Le Pen (21,43%). Sie treten in einer Stichwahl am 7. Mai 2017 an um das Amt des Staatspräsidenten. Der Kandidat der Konservativen Fillon erreichte 19,94%, der Kandidat der Sozialisten Hamon nur 6,35% und lag hinter Mélenchon (Parti de gauche) mit 19,62% (97% ausgezählt; 24.4. 10:28 Uhr).
Bereits am Abend des ersten Wahlgangs rief Hamon ebenso wie Regierungschef Cazeneuve (PS) zur Wahl von Macron in der Stichwahl auf. Nahezu alle Minister und Staatssekretäre schlossen sich an. Auch Politiker der Konservativen (Estrosi, Baroin, Raffarin) riefen zur Wahl Macrons auf. Der Kandidat der Konservativen Fillon erklärte ebenso, er werde in der Stichwahl Macron wählen. Der linksextreme Nationalist Mélenchon hingegen wollte explizit keine Wahlempfehlung geben. Am 24. April erklärte auch der derzeitige Präsident Hollande, Macron zu wählen.
(Text wird fortlaufend aktualisiert)

Präsidentschaftswahl Frankreich 2017

Am 23. April 2017 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Frankreich einen neuen Staatspräsidenten – den elften in der Geschichte der Fünften Republik (ab Oktober 1958). Sollte wie bisher bei allen Präsidentschaftswahlen der 5. Republik im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erhalten hat, fällt gemäß Art. 7 der Verfassung die Entscheidung der Präsidentschaftswahl Frankreich 2017 in einer Stichwahl am 7. Mai zwischen den beiden Bewerbern mit der höchsten Stimmenzahl. Am Donnerstag 11. Mai 2017 wird der neue Präsident proklamiert. Die offizielle Amtseinführungs-Zeremonie erfolgt spätestens Sonntag 14. Mai.

45,7 Millionen Wahlberechtigte sind für die Präsidentschaftswahl 2017 auf den Wählerlisten verzeichnet. Am Wahltag sind die Wahllokale bis 20:00 Uhr (Großstädte) bzw. bis 19:00 Uhr (Klein- und Mittelstädte; bei bisherigen Wahlen 18:00 Uhr) geöffnet. Bei bisherigen Wahlen wurden von großen TV-Stationen direkt um 20:00 Uhr auf Basis von Meinungsumfragen die beiden bestplatzierten Kandidaten und damit Teilnehmer der Stichwahl verkündet. Ob dies auch 2017 angesichts der verlängerten Öffnungszeiten sowie der dicht bei einander liegenden Umfragewerte der Fall sein wird, ist unklar.

Als Kandidaten (nebenbei, tatsächlich weit überwiegend männliche) für die Präsidentschaftswahl treten nach Bestätigung durch den conseil constitutionel am 23. April elf Kandidat/innen an:

  • Nathalie Arthaud (Lutte ouvrière)
  • François Asselineau
  • Jacques Cheminade
  • Nicolas Dupont-Aignan (Debout la France)
  • François Fillon (Les Républicains (Konservative))
  • Benoît Hamon (PS)
  • Jean Lassalle
  • Marine Le Pen (Front national)
  • Emmanuel Macron
  • Jean-Luc Mélenchon (La France Insoumise & Parti communiste française
  • Philippe Poutou (Nouveau Parti anticapitaliste)
le tricolore, die Flagge Frankreichs
le tricolore, die Flagge Frankreichs

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Remi Laurent (1957 – 1989)

Remi Laurent, französischer Schauspieler, wurde in Deutschland ionsbesondere bekannt durch die beiden Filme ‚Her mit den kleinen Engländerinnen‚ sowie ‚Ein Käfig voller Narren‚. Er starb 32jährig 1989 an den Folgen von Aids.

Rémi Francois Simon Laurent wird am 12. Oktober 1957 in Suresnes geboren. Er verbringt seine Jugend gemeinsam mit einem Bruder und einer Schwester in Paris (16. Arrondissement). Früh entscheidet er sich Schauspieler zu werden. Er hat eine Beziehung mit der Schauspielerin Anne Caudry (Anne-Marie-Louise-Jehanne Bernanos, 1957 – 1991; an den Folgen von Aids verstorben). Am 23. Oktober 1984 heiratete Rémi Laurent in Budapest die Tänzerin Emöke Masznyik.

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