Jean Marais in Lacanau – Océan

Jean Marais in Lacanau – Océan: Sie waren 25 Jahre lang ein, das schwule (Liebes-, später Freundes-) Paar Frankreichs: Jean Marais und Jean Cocteau. Anfang der 1940er Jahre [3] war Jean Marais mehrfach zur Erholung in … Lacanau Océan, seit Jahren einer der Lieblings-Urlaubsorte der 2mecs Frank und Ulli. Und bereits damals war Marais mit seinem Schwulsein bemerkenswert offen . Ob er auch den schwulen Strand von Le Porge Océan bereits kannte und frequentierte … ?

Jean Marais entdeckte Lacanau-Océan während eines Aufenthalts im nicht weit entfernten Arcachon.

Aber einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen hat [in Lacanau-Océan] insbesondere der französische Schauspieler Jean Marais mit seinen langen Spaziergängen entlang des Strands, Anfang der 1940er Jahre, gemeinsam mit seinem Hund Moulouk.“ [1]

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Lacanau in der NS Zeit

Lacanau und Le Porge sind heute gerade auch bei deutschen Touristen beliebte Reiseziele, für einige auch dauerhafter Wohnsitz geworden. Nur wenige jedoch wissen um die Geschichte von Lacanau in der NS Zeit .

Lacanau lag nach der Besetzung Frankreichs durch NS-Truppen in der ‚Zone occupée‘, dem von NS-Truppen besetzten Teil Frankreichs, vom Vichy-Frankreich des Marschall Petain getrennt durch eine Demarkationslinie.

Die Nazi-Führung beschloss, die französische Atlantik-Küste zu sichern – sie befürchtete hier einen Angriff der Alliierten. 1942 erging der Befehl zum Bau der „Festung Europa“, Verteidigungsanlagen, die von Norwegen bis Frankreich reichen sollten. Entlang der Atlantik-Küste, auch in der Region Lacanau, entstanden – errichtet von der ‚Organisation Todt‘ – zahlreiche Bunkeranlagen: der „Atlantik-Wall“. Die Atlantik-Küste selbst wurde durch Minen gesichert, auch vor Lacanau Océan (vom 20.2. bis 3.3.1944 durch den auf der Marinewerft Toulon gebauten Minenleger ‚Rubis‘).

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Die Rettungshubschrauber

Touristen, aber auch Einheimische unterschätzen immer wieder die potentiellen Gefahren des Atlantiks. Letzte Rettung oftmals: der Rettungshubschrauber.

Baden gefährlich – Baïnes“ heißt es an vielen Stränden der französischen Atlantik-Küste, auch bei Lacanau und am schwulen Strand von Le Porge.

Beinahe jedes Jahr sterben an den französischen Atlantik-Stränden Menschen – oft, weil sie Gefahren von Wellen und Strömungen nicht richtig einschätzen können. Zahlreiche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Sicherheit am Strand zu verbessern. Geländewagen mit Lebensrettern fahren während der Saison (teils mehrmals täglich) auch die ruhigen Strände abseits der Strandorte ab. Am wichtigsten aber: der Rettungshubschrauber.

Im September 2010 konnten wir eine Übung der Lebensretter mit dem (während der Saison direkt in Lacanau Océan stationierten) Rettungshubschrauber beobachten:

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Henry Salmide verhindert 1944 Sprengung Bordeaux

Bordeaux: Der Bordelaiser Henry Salmide starb am 23. Februar 2010 im Alter von 91 Jahren. Henry Salmide war Ritter der französischen Ehrenlegion – und Wehrmacht-Befehlsverweigerer, ‚Retter von Bordeaux‘. Die Geschichte des „Retters von Bordeaux“erzählt das Buch „Bordeaux mon amour“.

Heinz Stahlschmidt, 1919 in Dortmund geboren, lernte zunächst Installateur, bevor er sich 1939 bei der Marine verpflichtete. Stahlschmidt wurde in Bordeaux stationiert, dem größten Hafen Frankreichs.

Im August 1944 näherten sich die Alliierten auch Bordeaux. Am 19. August 1944 erhielt Unteroffizier Stahlschmidt den Befehl, die großflächige Zerstörung des Hafens von Bordeaux vorzubereiten. Er schickt die Wachen nach hause – und zündet selbst die Lunten am Sprengstoff-Depot. Stahlschmidt verhinderte durch sein eigenmächtiges Handeln eine Zerstörung großer Teile der Altstadt von Bordeaux.

Bordeaux (Ansicht auf einer Postkarte von 1936; Foto wikimedia / Langladure)
Bordeaux (Ansicht auf einer Postkarte von 1936; public domain)

Bordeaux les morutiers en rade dans le portLangladurePublic Domain

Nach dem erfolgreichen Anschlag versteckt die Resistance Stahlschmidt in Frankreich. Er beschloss, in dem Land zu bleiben, nicht nach Deutschland zurück zu kehren.

Stahlschmidt wurde 1947 französischer Staatsbürger und benannte sich um, ‚französisierte‘ seinen Namen zu ‚ Henry Salmide ‚. Mehr als 30 Jahre arbeitet Henry Salmide bei der Hafen-Feuerwehr von Bordeaux. Sein Schicksal, sein Verdienst um Bordeaux bleibt weitgehend unbekannt. Erst in den 1990er Jahren berichtet erstmals eine Regionalzeitung über ihn und die Vorgänge 1944.

Am 23. Februar 2010 starb Henry Salmide in Bordeaux. Offizielle der Stadt sprachen im Umfeld der Trauerfeiern von Planungen, ihm ein Denkmal zu errichten.

Literarisch setzte ihm Erich Schaake ein Denkmal, mit dem Buch „Bordeaux mon amour“.
Der Verlag wirbt mit folgendem Text für das Buch:

Der deutsche Feldwebel Heinz Stahlschmidt kommt mit der Wehrmacht als Besatzer nach Bordeaux. Aber schon bald verliebt er sich in die Stadt − und in die Französin Henriette. Da erhält er den Auftrag, den Hafen zu sprengen. Tausende Unschuldige müssten dabei sterben. Er entscheidet sich: gegen den Eid und für die Stadt seiner Geliebten. Er sabotiert den Plan und nimmt den Tod vieler Kameraden in Kauf. Bordeaux bleibt unzerstört, aber nun ist Heinz auf die Hilfe der Résistance angewiesen − und auf die Liebe von Henriette!

Welch netter Zufall, dass der Autor seit vielen Jahren in Lacanau Océan lebt – und ein guter Freund unseres Wohnungsnachbarn bei unserem Urlaub in Lacanau  im Spätsommer 2010 ist …

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Erich Schaake
„Bordeaux mon amour“

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weitere Informationen:
LegiFrance: Text der Urkunde der Ernennung zum Ritter (chevalier) der französischen Ehrenlegion vom 19.04.2000
FrankreichSüd.de: Der Dortmunder Heinz Stahlschmidt rettete den Hafen von Bordeaux
WDR Fernsehen Dokumentation „Wie ein Deutscher in die französische Ehrenlegion kam“ (leider nicht mehr online)
Mail online 25.02.2010: German sailor who refused to obey Nazi orders to blow up Bordeaux dies aged 91 . . . in France
New York Times 06.03.2010: Henri Salmide, 90, Dies; German’s Defiance Saved a French Port
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