der Roland von Quedlinburg

Zuletzt aktualisiert am 4. Mai 2016 um 9:35

Der Roland von Quedlinburg, bereits vor 1460 errichtet, wurde schon 1477 nach Eroberung der Stadt als Symbol kommunaler Freiheit gestürzt. Erst nahezu 400 Jahre später wurde er wieder errichtet.

Der Roland von Quedlinburg wurde ursprünglich bereits im oder vor dem Jahr 1460 (in diesem Jahr erste Erwähnung in einer Rechnung) errichtet, eventuell nach dem Vorbild des Rolands von Halberstadt (mit dem Quedlinburg verbündet war). Die Statue wurde vor dem Haus der Gewandschneiderinnung (Markt 5) aufgestellt. Der Roland betonte das Autonomierecht der Stadt Quedlinburg gegenüber der Äbtissin des Reichsstifts.

Dies behagte der Äbtissin des Reichsstifts von Quedlinburg, Hedwig von Sachsen (1445 – 1511) nicht. Quedlinburg war 1384 dem niedersächsischen Städtebund und 1426 der Hanse beigetreten und plante sich aus der Macht der Äbtissin zu befreien. Die reagierte und eroberte, unterstützt durch Ernst und Albrecht von Wettin, am 24. Juli 1477 die Stadt, die sich am 9. August 1477 der Äbtissin unterwarf. Quedlinburg schied aus allen eingegangenen Bündnissen aus, die Stadt verlor ihre Autonomie. Die Rolandstatue als deren Symbol wurde gestürzt und zerschlagen. Die nächsten nahezu 400 Jahre lagerten die Reste der Statue im Ratskellerhof.

der Roland von Quedlinburg – wieder errichtet

Roland von Quedlinburg
Roland von Quedlinburg im Dezember 2010

1869 wurde der Quedlinburger Roland auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von Quedlinburg Dr. Gustav Brecht wieder errichtet und am 19. April 1869 feierlich enthüllt, allerdings nicht am ursprünglichen Standort sondern vor dem Altstädtischen Rathaus aufgestellt.

Roland von Quedlinburg
Roland von Quedlinburg im Juli 2010

2013 wurde der 2,75 Meter hohe Roland von Quedlinburg von Braunschweiger Restaurator/innen (Carla Leupold/Fabian Belter) saniert (u.a. ’neue Nase‘) und am 13. Dezember 2013 der Öffentlichkeit übergeben.

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