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Julius Mosen (1803 – 1867)

Zuletzt aktualisiert am 16. April 2024 von Ulrich Würdemann

Der Dichter und Schriftsteller Julius Mosen lebte von 1844 bis zu sienem Tod 1867 in Oldenburg.

Grabstein Julius Mosen Gertrudenkirchhof Oldenburg
Grabstein für Julius Mosen auf dem Gertrudenkirchhof in Oldenburg

Mosen wurde bekannt als Heimatdichter, war aber auch ein politischer Mensch.

In seinem Drama ‚Der Sohn des Fürsten‘ thematisierte Julius Mosen die Flucht des jungen preußischen Prinzen Friedrich (des späteren Friedrich II.) mit seinem Jugendfreund Katte vor der strengen Erziehung seines Vaters Friedrich-Wilhelm.

Mosen vertrat freiheitliches Denken, unterstützte den Freiheitskampf gegen die Fremdherrschaft Napoleons, ohne jedoch nationalistisch zu sein.

„Er vertrat die Ansicht, die Kunst sollte im Dienst der politischen Tagesfragen stehen … Mit seinen dramatischen Werken wollte Mosen die Entstehung eines deutschen Nationalstaates befördern.“

Dr. Bettina Kern, ‚Julius Mosen, der politische Dichter‘, 2006

„Die Gegenwart ist mir groß und erfreulich zugleich, weil sie eine gewaltige Zukunft in sich trägt. Wie wir da sind, gehören wir zu den Vorbereitungsmenschen wie Montesquieu, Voltaire, J. J. Rousseau früher in Frankreich.“

Julius Mosen, Brief an Adolf Stahr (Vor-März-Zeit)

Julius Mosen zog 1844 nach Oldenburg, wurde als Dramaturg am Hoftheater berufen. Im gleichen Jahr wurde der Familienname von Moses zu Mosen geändert.

„Wenn die Zeit kommen wird, wo der Dichter den Prozess der Weltgeschichte als Referent von der Bühne herunter dem Publikum vortragen darf, ohne von den Parteien selbst verdächtigt werden zu können, dann wird auf den Thronen, wie in den Häusern der Bürger ein gesundes Gewissen herrschen. Glücklich ist der Dichter, der dann leben und wirken wird, ihm reiche ich über diese Tage hinüber die grüßende Hand.“

Julius Mosen

1845 besuchte der dänische Schriftsteller Hans-Christian Andersen Julius Mosen in Oldenburg.

„… ich las ihm den Tannenbaum (ein Märchen Andersens) vor, ging mit ihm im Schlossgarten spazieren, und er rezitierte drei sehr schöne eigene n Gedichte. Wir sprachen über Poesie und Theaterwesen; er hat etwas Ähnlichkeit mit Alexandre Dumas, sieht aus wie ein Afrikaner; braune, funkelnde Augen!“

Hans-Christian Andersen über seinen Besuch in Oldenburg und sein Treffen mit Julius Mosen

Mosen starb am 10. Oktober 1867 in Oldenburg. Sein Grab befindet sich auf dem Gertruden-Kirchhof in Oldenburg.

Seit 1992 steht auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg ein Denkmal (Bronze auf Granit-Sockel) für den Dichter, realisiert von Ivo Gohsmann und Stefan Sakic.

Von Ulrich Würdemann

einer der beiden 2mecs.
Schwulenbewegt, Aids- und Therapie-Aktivist. Von 2005 bis 2012 Herausgeber www.ondamaris.de Ulli ist Frankreich-Liebhaber & Bordeaux- / Lacanau-Fan.
Mehr unter 2mecs -> Ulli -> Biographisches

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