Frankreich: Homomagazin Tetu insolvent – zum zweiten Mal

Erneut ist das französische Homomagazin Tetu insolvent. Nach einem ersten Konkurs 2015 konnte Tetu nach einer Übernahme erneut erscheinen. Doch Anfang 2018 folgte eine zweite Insolvenz.

Am 22. Februar 2018 wurde der Insolvenz-Antrag für Idyls Media, die Herausgeber-Gesellschaft von Tetu gestellt. Veröffentlicht wurde die Mitteilung am 21. März. Die Gesellschaft hat den Geschäftsbetrieb bereits eingestellt, die drei Mitarbeiter wurden entlassen.

Tetu – nach 20 Jahren Erfolgs-Geschichte bereits die zweite Insolvenz

Tetu wurde im Juli 1995 gegründet. Später wurde Tetu von Pierre Bergé, dem 2017 verstorbenen Geschäftsmann und Lebenspartner von Yves Saint Laurent, übernommen. Bergé verkaufte Tetu 2013 für einen symbolischen Preis von einem Euro an den Geschäftsmann Jean-Jacques Augier.

Am 1. Juni 2015 musste Tetu bereits einmal Insolvenz anmelden, nach 212 erschienenen Ausgaben. Am 23. Juli 2015 beschloss das handelsgericht die Liquidation von Tetu. Doch das Magazin und die Internetseite kehrten bereits Ende 2015 zurück. Die neu gegründete Gesellschaft Idyls hatte die Marke Tetu übernommen.

Ab 28. Februar 2017 erschien auch eine neue Print-Ausgabe. Doch nach nur zwei Ausgaben wurde die Print-Ausgabe angesichts geringer Verkaufszahlen wieder eingestellt.

Im Sommer 2017 schieden die Idyls-Gründer Julien Maquaire und Yannick Le Marre aus der Leitung von Tetu aus. Geschäftsführer war zuletzt Olivier Pluquet. Die letzte digitale Ausgabe von Tetu erschien im November 2017. Danach wurden nur noch einzelne Artikel online veröffentlicht.

2018 – erneut: Tetu insolvent

Im Februar 2018 folgte dann das erneute Aus – zum zweiten Mal ist Tetu insolvent . Die Internetseite ist bisher (11. April 2018) noch online, ohne Hinweis auf die Insolvenz.

Aus den Unterlagen des Handelsgerichts gehe hervor, dass die Herausgeber-Gesellschaft Idyls über 230.000 € Schulden angehäuft habe, so Medienberichte. Dem stünden Aktiva in Höhe von etwas über 50.000 € entgegen. Füpr eine Weiterführung dea betrkiebs sehe das Gericht wenig Raum, angesichts eines ‚Mangels an Kunden‘ sowie ‚Streit mit Lieferanten‘.

Ob der Geschäftsbetrieb mit einem neuen Unternehmer wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit unklar. Einer der früheren Mitarbeiter berichtete französischen Medien, es gebe erneut einen Interessenten für Tetu.

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Text zuletzt aktualisiert 11. April 2018

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