LGBT Internetportal Yagg zurück aus Insolvenz

Französisches LGBT Internet-Portal Yagg zurück. Dies teilte die Seite selbst in einer Stellungnahme mit. Erst Ende 2016 hatte das Handelsgericht das Insolvenzverfahren eröffnet.

Nach ernsthaften finanziellen Problemen kam die bisher Yagg herausgebende Gesellschaft LGNET im September 2016 unter Zwangsverwaltung. Ende Oktober 2016 beschloss das Handelsgericht Paris die Liquidation des Unternehmens – das vermeintliche endgültige Aus für das LGBT-Internetportal Yagg.

Doch nun teilten Bénédicte Mathieu und Xavier Héraud in einer Stellungnahme mit, es sei eine Einigung mit dem Handelsgericht Paris erzielt worden, die dieses am 23. Januar 2017 akzeptiert habe.

Bénédicte Mathieu war bisher schon Aktionärin der Herausgeber-Gesellschaft LGNET. Er habe ein Angebot für Markennamen und Archiv von Yagg abgegeben. Xavier Héraud, Mit-Gründer und letzter Chefredakteur,  solle das neue Projekt entwickeln.

Das neue Yagg – anders als zuvor

Zwar sei Yagg zurück. Allerdings bedeute die Rückkehr nicht, dass das ’neue Yagg‘ die gleiche Form und Mittel haben werde wie vorher, so die Initiatoren. Vorrangig sei die Sicherung des Archivs sowie die Entzwicklung eines neuen Modells. Ziel sei eine Seite, die weniger Aufwand verursache. Eine neue Gesellschaft als Herausgeberin der Internetseite sei derzeit in Vorbereitung.

Community-Funktionen und Leser/innen-Blogs werden Ende Februar 2017 deaktiviert. Auch Abonnements würden nicht mehr angeboten. Das neue Yagg werde sich mit verkleinerter Mannschaft auf redaktionelle Inhalte konzentrieren.

Yagg war am 4. November 2008 von vier Journalist/innen gegründet worden, Judith Silberfeld, Yannick Barbe, Xavier Héraud und Christophe Martet. Als herausgebende Gesellschaft war zuvor am 6. Mai 2008 LGNET gegründet worden.

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Artikel zuletzt aktualisiert 27. Januar 2017

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