Bibracte Museum der keltischen Zivilisation

Zuletzt aktualisiert am 16. September 2019 um 11:06

Die Haeduer (Aedui) hatten in Bibracte auf dem Mont Beuvray im Morvan (nahe Augustodunum, heute Autun) bis zum Ende des 1. Jhdt. v.Chr. ihre Hauptstadt. Nach seinem Sieg über die Helvetier (‚Schlacht bei Bibracte‚) empfing Caesar in Bibracte ‚De Bello Gallico‘ zufolge 58 v. Chr. die Führer der gallischen Stämme. Die Haeduer bekamen den Status eines ‚Freundes des römischen Volkes‘ zugesprochen. Schon wenig später jedoch sagten sich die Haeduer von den Römern los und schlossen sich dem Aufstand des Vercingetorix an.

Nach dem Sieg über die Gallier in Alesia (Alise-Sainte-Reine) schlug Caesar hier sein Winterquartier auf, hier soll er sein ‚De Bello Gallico‚ fertiggestellt haben. Bibracte bezeichnet er darin als ‚das größte und reichste Oppidum der Haeduer‚.

Nach der Gründung von Augustodunum (dem heutigen Autun) nicht weit entfernt verliessen nach und nach die meisten Einwohner die Stadt, die wurde im 1. Jhdt. n. Chr. in der Folge aufgegeben.

Bibracte Ausgrabungen
Bibracte Ausgrabungen

1865 begannen die ersten Ausgrabungen in Bibracte (bis 1907); in den 1980er Jahren wurden die Grabungen erneut aufgenommen. Seit 1985 ist Bibracte nationale Gedenkstätte. Heute informiert hier ein – ebenso wie die Ausgrabungsstätten sehr sehenswertes – Museum der keltischen Zivilisation, das 1996 gegründete „Musée de la civilisation celtique“ (Architekt: Pierre-Louis Faloci).

Museum der keltischen Zivilisaation (Foto: Christophe Finot)
Museum der keltischen Zivilisaation (Foto: Christophe Finot, cc by-sa 2.5)

Le musée de Bibracte : le bâtiment – Christophe.FinotCC BY-SA 2.5

Bibracte Museum Innenansicht
Bibracte Museum Innenansicht
murus gallicus
murus gallicus

Die Fortsetzung der Ausgrabungen ab 1984 wären nicht möglich gewesen ohne die jahrelange Unterstützung durch den 1996 verstorbenen späteren Staatspräsidenten Francois Mitterrand (der 1959 bis 1981 Bürgermeister des nahe gelegenen Chateau-Chinon war und dort mit einem Denkmal sowie einem Musée du Septennat geehrt wird). Am 4. April 1995 konnte Mitterrand das Museum einweihen.

Bibracte Einweihungstafel
Bibracte Einweihungstafel

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