“ Lebensweg eines Rosa Winkel ” – Memoiren von Rudolf Brazda

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2018 um 0:40

Rudolf Brazda, einer der letzten überlebenden homosexuellen KZ-Häftlinge, hat 2010 seine Biographie veröffentlicht: “Itinéraire d’un triangle rose” ( Lebensweg eines Rosa Winkel ).

Beinahe 97 Jahre ist er nun alt, Rudolf Brazda – “einer der letzten Überlebenden mit dem Rosa Winkel. Nun hat er seine Biographie veröffentlicht.

Rudolf Brazda am 27. Juni 2008 in Berlin
Rudolf Brazda am 27. Juni 2008 in Berlin

Rudolf Brazda wurde am 26. Juni 1913 in Thüringen geboren. 1935 wurde er erstmals wegen Vergehen nach §175 angeklagt. Von 1941 bis 1945 war Brazda im KZ Buchenwald. Nach dem Krieg zog er nach Süddeutschland, wo er 35 Jahre mit seinem Freund (der vor sechs Jahren verstarb) zusammen lebte. Über seine Zeit in der NS-Zeit und im Konzentrationslager Buchenwald sagt Brazda “ein schreckliches Leben war das“ (Video).

Lange Zeit war das Schicksal Rudolf Brazdas nicht bekannt. Erst die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen führte dazu, dass Brazda sich an die Öffentlichkeit wandte. Brazda las von eben diesem Denkmal in der französischen Presse – und meldete sich (über seine Tochter) beim LSVD.

Am 4. Mai 2010 erschienen nun in Frankreich die Memoiren von Rudolf Brazda, verfasst gemeinsam mit Jean-Luc Schwab: “Itinéraire d’un triangle rose” ( Lebensweg eines Rosa Winkel ).

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In der Gedenkstätte Buchenwald erinnert seit 2006 ein Gedenkstein an die homosexuellen NS-Opfer.

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weitere Informationen:
Editions Florent Massot: Rudolf Brazda, Jean-Luc Schwab: Itinéraire d’un triangle rose

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Text 18.02.2016 von ondamaris auf 2mecs

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