Dr. Ute Canaris Video die Entscheidung deutsche Aids Politik (2008)

Zuletzt aktualisiert am 24. Januar 2017 um 14:04

Entscheidung deutsche Aids Politik – wie war das damals? “Am Anfang war das nicht entschieden!” Es hätte auch so kommen können, dass Peter Gauweiler die Linie der deutschen Aids-Politik bestimmt, betont Ute Canaris (BzgA-Cheffin bis 1985).

Heute, im Nachhinein betrachtet, mit dem Blickwinkel einer im wesentlichen erfolgreichen Aids-Politik der letzten 20Jahre, erscheint es beinahe selbstverständlich, dass von HIV hauptsächlich betroffene Gruppen in Information und Prävention einbezogen werden, dass der Staat nicht auf Repression und Verfolgung setzt, sondern auf Information und Aufklärung.

Doch es hätte auch ganz anders kommen könne, wie Dr. Ute Canaris, bis 1985 Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), während des Seminars “25 Jahre Deutsche Aids-Hilfe” am 13.12.2008 im Waldschlößchen berichtet.

Über die Auseinandersetzung zwischen new public health und der ‘Gauweiler-Linie’ erzählt Canaris:

“Viele Menschen hatten damals Angst, und sie hatten zu Recht Angst. Am Anfang war das nicht entschieden. Es stand eine Zeit lang spitz auf Knopf.”

(Video, 1:01 Min, leider schlechter Ton)

Prof. Rolf Rosenbrock ergänzt, wie hilfreich und notwendig es war, gerade die homophoben Positionen (sei es nun Peter Gauweiler oder Norbert Geis) nicht nur (schwer angreifbar) implizit, sondern endlich auch explizit geäußert, im politischen Entscheidungsprozeß verwendbar zu haben, um ein breites Bündnis zu errreichen:

( Video, 1:33 Min, leider schlechter Ton)

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Dr. Ute Canaris (geb. 1945) war Kultur- und Schuldezernentin der Stadt Bochum. Bis 1995 war sie Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und prägte damit in einem entscheidenden Zeitraum maßgeblich mit die Entwicklung der Aids-Politik in Deutschland.

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Text 31.01.2016 von ondamaris auf 2mecs, ergänzt um Erläuterungen

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