Kapitulationsmuseum in Reims

Zuletzt aktualisiert am 9. Mai 2018 um 9:13

Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 7. Mai 1945 in Reims endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Hieran erinnert das Kapitulationsmuseum in Reims.

Reims 7. Mai 1945, 2:41 Uhr: Deutschland hat kapituliert
Reims 7. Mai 1945, 2:41 Uhr: Deutschland hat kapituliert

Reims, 7. Mai 1945, 2:41 Uhr. Generaloberst Alfred Jodl, hierzu zuvor von Karl Dönitz (von Hitler testamentarisch als dessen Nachfolger als Reichspräsident bestimmt) authorisiert, unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht:

Reims 7. Mai 1945: Jodl unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht (PD-USGov-Military-Army)
Reims 7. Mai 1945: Jodl unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht (PD-USGov-Military-Army)

Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation: Rechts am Tisch sitzend: Major Wilhelm Oxenius (Adjutant von Generaloberst Jodl), General Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtsführungsstabes (die Kapitulationsurkunde i.A. des OKW unterzeichnend), Admiral Hans-Georg von Friedeburg, Oberbefehlshaber der dt. Kriegsmarine (OKM), dahinter stehend Major General K.W.D. Strong (SHAEF)

Dönitz hatte bereits am 5. Mai 1945 eine Delegation nach Reims entsandt, wo in den Gebäuden des heutigen Lycée Polyvalent Franklin Roosevelt das ‚Oberste Hauptquartier der alliierten Streitkräfte‘ (SHAEF) untergebracht war. Am Abend des 6. Mai gegen 17:00 Uhr traf Jodl in Reims ein, authorisiert die Verhandlungen abzuschliessen.

Kapitulationsmuseum in Reims

Reims Kapitulations-Museum
Kapitulationsmuseum in Reims, im Gebäude des heutigen Lycée Polivalent Franklin Roosevelt

Reims Kapitulations Museum 2

Das Kapitulationsmuseum in Reims zeigt seitdem – und inzwischen ergänzt um einige Ausstellungsräume – den Raum (der Kartenraum), in dem die Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulaton erfolgte:

Reims Kapitulationsmuseum, Tisch der Unterzeichnung der Kapitulationserklärung, Stühle Oxenius, Jodl, Friedeburg (v.l.)
Reims Kapitulationsmuseum, Tisch der Unterzeichnung der Kapitulationserklärung, Stühle Oxenius, Jodl, Friedeburg (v.l.)

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Für Frankreich enden mit der Kapitulation Deutschland fünf leidvolle Jahre. Jahre, die mit der Besetzung durch deutsche Truppen sowie Charle de Gaullles Aufruf zum Widerstand (Appell vom 18. Juni 1940) begonnen hatten. Jahre, in denen Frankreich durch eine Demarkationslinie geteilt war in eine von NS-Truppen besetzte Zone sowie eine so genannte ‚freie‘ Zone des Kollborations-Regimes von Marschall Pétain.

"Deutschland hat bedingungslos kapituliert" - Presseberichte
„Deutschland hat bedingungslos kapituliert“ – Presseberichte

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Kapitulationserklärung

Das Kapitulationsmuseum in Reims zeigt auch das Exemplar der unterzeichneten Kapitulationserklärung Deutschlands aus den Unterlagen von Karl Dönitz, dessen Authentizität dieser 1977 erneut bestätigte:

Reims Kapitulationsmuseum, Kapitulationserklärung
Reims Kapitulationsmuseum, Kapitulationserklärung

Die Originale der Kapitulationsurkunden werden im Militärarchiv in Freiburg (Teil des Bundesarchivs) aufbewahrt.

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Reims oder Karlshorst? 7. Mai, 8. Mai oder 9. Mai?

Bereits in Reims wurde mit einer weiteren Erklärung vorgesehen, dass eine weitere Kapitulationserklärung der einzelnen Teil-Streitkräfte erfolgen solle. Diese fand am 9. Mai 1945 um 0:16 Uhr, mit Rückwirkung zum 8. Mai 1945 23:01 Uhr, in Berlin Karlshorst statt.

Die bedingungslose Kapitulation trat für alle Fronten in Europa am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr in Kraft.

Seitdem gilt international der 8. Mai als Tag der Befreiung (VE-Day). In der Sowjetunion wurde der 9. Mai als ‚Tag des Sieges‘ gefeiert.

Neben dem Kapitulationsmuseum in Reims erinnert auch in Berlin Karlshorst ein Museum (heute: Deutsch-russisches Museum) an die beiden Orte der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation.

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