Salicorne – salzige Delikatesse aus dem Meer

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2019 um 14:13

Salicorne – eine der in Deutschland wenig bekannten Delikatessen des Meeres ist in Frankreichs Küche weit verbreitet.

Dabei ist Salicorne („Salzhorn“) eine auch in Deutschland heimische Pflanze. Hierzulande ist sie unter dem Namen (Europäischer) „ Queller „ bekannt. Weitere Namen sind z.B. Meeresfenchel oder Meeresspargel. Botanisch umfasst Salicorne eine Gruppe von annähernd 30 verschiedenen Pflanzen der Gattung Chenopodiaceae.

Queller ist eine der Erstbesiedelungs-Pflanzen auf dem Land vor dem Deich, das noch ständig mit den Gezeiten vom Meerwasser überspült wird. Der Queller ist auf diese Gebiete spezialisiert. Anders als die meisten Pflanzen, die kein Salz vertragen, ist Salz für den Queller unumgänglich. Er lagert es in höheren Konzentrationen als der Meeresboden ein, um auf diese Weise dem Boden Wasser zu entziehen.

Salicorne – leckeres Wildgemüse

Die Folge dieses Salz-Einlagerns ist eine sehr salzhaltige Pflanze, die in Frankreich insbesondere in den küstennahen Regionen als Salicorne traditionell Bestandteil der Küche ist. Entsprechend ist er auch in Supermärkten häufig zu finden.

Salicorne
Salicorne

In Frankreich wird Salicorne kommerziell angebaut. Die Hauptanbaugebiete sind die Somme-Bucht, Bretagne und Vendée sowie die Charente Maritime.

Salicorn ist ein überaus schmackhaftes Wildgemüse. Lecker ist Salikorne sowohl als Würze in Salaten, als auch als Beilage zu Fisch. Falls man / frau Queller bzw. Salikorn selbst erntet: lecker sind besonders die jungen frischen Triebe, die älteren sind oftmals holzig.

Im Revolutions-Kalender (calendrier républicain oder calendrier revolutionaire francais), dem 1792 bis 1806 gebräuchlichen von der Revolution eingeführten Kalender, heiß der 12. Tag des Monats Thermidor (entsprechend dem 30. Juli) auch ‚jour de la Salicorne‘.

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