Einige Tage mit dir – 4. Tristesse in Pigalle

Zuletzt aktualisiert am 30. April 2018 um 16:55

Ein kalter Tag im Februar 1990. Jean-Philippe ist seit gestern wieder in der Klinik. Abends erreiche ich nur Syriac am Telefon, der kurz angebunden ist, aufgeregt wirkt, von der Arbeit kommend gerade zur Klinik aufbrechen will als ich anrufe. Diesmal sei Jean-Philippe jedoch in einer Privatklinik, die städtische Klinik vorher habe ihm so gar nicht gefallen.
Ich möchte ihn sehen, zu ihm fahren, ist mir sofort klar, diesmal ohne Bauchschmer­zen, ohne Ängste, ohne Hin- und Hergerissensein. Selbstver­ständlich könne ich solange im Gästezimmer wohnen, Syriac ist unkompli­ziert wie meist. Und wohl auch froh angesichts einer möglichen Entlastung. Sechs Tage die Woche arbeitet er tagsüber in einer Immobilien-Agentur, kann sich weniger um Jean-Philippe kümmern als er gerne würde. Am Abend des nächsten Tages sitze ich im Nachtzug nach Paris. Habe mit irgendei­ner fadenscheinigen Begründung kurz­fristig einige Tage frei ge­nommen.

~

Unerträglich langsam quält sich der Nachtzug durch Belgien. Wir kom­men kaum voran, scheint mir.

Die französische Grenze muss scheinbar schon passiert sein, der Zug ist endlich schneller geworden. Ich bin wohl etwas eingenickt. Müde reibe ich mir die Au­gen, halte beide Hände neben meinem Gesicht an die Scheibe, vielleicht lässt sich so etwas vom ‚draußen‘ erahnen. Nein, außer gelegentlichen vorbei­huschenden Lichtern nichts zu sehen. Wir rasen durch anonyme nordost-fran­zösische Landschaften. Der Wagen rattert. ‚Paris, Paris‘ scheint seine Melodie zu sein.

Irgendwann zwischen fünf und sechs Uhr am Morgen. Zermar­tert komme ich am Gare du Nord an. Immerhin, ich kann mich nicht an die letzten zwei drei Stunden erinnern, keinen Halt, keine Station. Irgendwann muss ich wohl doch vor Müdigkeit eingeschlafen sein. Meine Gelenke schmerzen. Bequem ist es nicht, billig mit Sitzplatz statt im Liegewagen nach Paris zu fahren.

Noch ist es viel zu früh, um in die Klinik zu fahren. Zwei oder drei der Touris­ten-Cafés gegenüber dem Bahnhof haben bereits geöffnet. Ich kaufe mir eine Tageszeitung, setze mich in eines der Cafés. Einen Tee, ein Croissant, erstmal richtig wach werden. Ein angenehmes Ankommen in der Stadt sieht anders aus. Müde dreinschau­ende Menschen auf der Straße, zügig zur U-Bahn-Station oder zum Bahnhof ei­lend. Durch riesige Eingänge verschlingt sie der graue, heute morgen besonders trist dreinschauende Bahn­hof.
Weiter hinten im Café röhrt es unruhig, eine farbige Putzfrau schiebt ein Reini­gungsgerät hin und her. Der Geruch starker Putzmittel zieht leise durch den Saal. Was tue ich hier? Klar, warten. Warten dass die Zeit vergeht, dass die Uhr endlich sagt dass ich zur Klinik, zu Jean-Philippe aufbrechen kann. Ungeduld. So unruhig wie die Fahrt im Nachtzug sind auch meine Gedanken, Ängste, Gefüh­le. Was kommt gleich auf mich zu? Wie mag es Jean-Philippe wohl gehen? Wie wird es sein, ihn im Krankenhaus wiederzusehen?

Die Zeiger der Bahnhofsuhr gegenüber gehen gemächlich auf sieben Uhr zu. Ich lege einige Franc auf den Bistrotisch, nehme meinen Rucksack. Zurück zum Bahnhof gegenüber, hinunter in den Schlund, der nun auch mich verschluckt, auf der Suche nach der richtigen U-Bahn-Linie.

Schon wenige Minuten später wirft mich die Metro wieder aus. ‚Pigalle‘, Asso­ziationen an französische Chansons, Filmszenen flackern auf, Ideen und Bilder eines Viertels von Paris, das ich bisher kaum kenne.

Place Pigalle (Foto: Jean-Alexis Aufauvre)
Place Pigalle (Foto: Alex, Lizenz cc by-sa 3.0)

Place Pigalle, Paris IXe, France – AlexCC BY-SA 3.0

Erste Blicke, oben angekommen, irritieren. So sieht also eine Lasterhöhle aus? Eine dreckige Straßenkreuzung, Passanten strömen auf die Metrostation zu, andere aus ihr hinaus. Karge, abweisende Häuser, die meisten im Erdgeschoss mit hinunter gelassenen Rollläden, nur ein ‚Bar Tabac‘ und ein Café haben be­reits geöffnet. An der Ecke gegenüber alte Neonreklamen, aussehend als hätten sie ihr letztes Licht schon vor Jahren von sich gegeben. Eine schmuddelige, heruntergekommen wirkende Ecke, die so gar nichts mit den Bildern meiner Phantasie gemein hat.

Syriac hat mir den Weg zur ‚Clinique Henner‘ beschrieben. Die Rue Henner ist eine klei­ne ruhigere Seitenstraße an Pigalle. Eng stehen vier- und fünfgeschossige Wohnhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts nebeneinander, bürgerlicher, wohliger als an der prominenten Kreuzung. Wo hier eine Klinik sein soll scheint mir unklar. Nirgends ein größeres, moderneres Gebäude zu sehen. Schließlich finde ich die Adresse, die Syriac mir genannt hat. Allein, hier ist weit und breit kein Krankenhaus. Kein großes Eingangsportal, keine Krankenwagen-Auffahrt, keine Taxis, nichts. Mehrmals gehe ich die Stra­ße suchend auf und ab. Eher zufällig entdecke ich schließlich an einem dieser beige-braunen Wohnhäuser einen Hinweis. Ein Mes­singschild ‚Clinique Henner‘, nicht größer als ein Hinweisschild für eine Arztpraxis, sagt mir dass ich tatsächlich richtig bin. Ich wundere mich ein wenig, kann das seriös sein, so eine kleiner Eingang? Wenn die ganze Klinik so mickrig ist, wie wollen die dann auf Aids-Patienten spezialisiert sein? Nun denn, erstmal hinein.

So leer und ruhig wie die Straße ist auch der Eingang der Klinik. Wenig mehr als ein etwas breiterer Hausflur. Hinten rechts entdecke ich ein Glasfenster, da­hinter scheint sich die Rezeption zu verbergen. Irritiert sieht mich die junge Frau an, als ich zaghaft an die Scheibe klopfe. Zimmer 314, dritter Stock, da drüben sei der Lift, erfahre ich. Und einen mah­nenden Hinweis, es sei aller­dings noch sehr früh. „Ich weiß“, entgegne ich ihr, „ich komme gerade aus dem Nachtzug.“ Als sei das eine Erklärung für die frühe Störung. Achselzuckend nimmt sie meine Antwort zur Kenntnis, schließt das Fenster wieder.

Dritte Etage. Leise öffnen sich die Türen des kleinen Lifts. Lange Flure zu beiden Seiten, Linoleum-Boden, mehrere gläserne Türen teilen einzelne Berei­che ab. Am Ende des Flurs in einer Ecke finde ich Zimmer 14. Soll ich schon hinein ge­hen? Schließlich, es ist gerade einmal halb acht, reichlich früh für einen Kran­kenbesuch. Andererseits, ich kann ja mal leise schauen. Ich klopfe zaghaft. Klopfe, nach­dem keine Reaktion kommt, noch einmal. Nichts zu hören. Schläft er noch? Wahrscheinlich.
Ich versuche, leise die Klinke zu drücken. Sie quietscht, als wolle sie meinen Versuch sabotieren. Die Tür gibt den Blick frei in ein kleines Einzelzimmer, in der gegenüber liegen­den Ecke ein zweiflügeliges Fenster, auf einen Innenhof zeigend. Davor ein Bett. Erst jetzt sehe ich ihn, tief eingemummelt in seiner Bettdecke, nur sein Kopf lugt auf der dem Fenster zugewandten Seite heraus. Jan-Philippe scheint noch zu schlafen.
Leise stelle ich meinen Rucksack neben dem Bett ab. Schaue mich um, gibt es hier einen Stuhl, irgend etwas wo ich warten kann, bis er wach wird? Das Bett knarrt, er bewegt sich, dreht sich um. Öffnet verschlafen die Augen, nur ganz wenig, als würde die morgendliche Sonne ihn blenden.
Eine Sekunde, dann ein Grinsen, ein Lächeln um seine Lippen, „Ulli, c’est toi? C’est vrai? Tu est là …“. Ungläubig, voller Freude strahlt sein müdes Gesicht mich an.
„Hey, schön dich wieder zu sehen!“ Ich gehe an sein Bett, gebe ihm einen Kuss auf die Stirn.
Er greift nach einem Haken, der an einem verchromten Arm seitlich am Bettge­stell angebracht ist, zieht sich daran im Bett hoch, bis er beinahe aufrecht sit­zt. „Hey, wieso bist du denn hier? Und dann um diese Uhrzeit?“ Er ist plötzlich ganz aufge­regt, völlig wach trotz seiner verschlafenen Augen.
Überraschung gelungen, Syriac hat ihm anscheinend nichts von unserem Tele­fonat und meinen spontanen Reiseplänen erzählt. „Na, dachtest du ich lass dich hier mutterseelenallein, und dann mitten im Nut­ten-Viertel Pigalle?“
Er muss lachen, fasst sich aber gleich an die Brust, scheint Schmerzen zu ha­ben. Wir umarmen uns. Er legt seinen Kopf an meine Brust, fast wie damals an der Nordsee. ‚Mein Gott, dieses ‚damals‘, das ist doch erst Wo­chen her‘, schießt es mir durch den Kopf.
„Mensch, was freu ich mich, dass du hier bist!“ Er schaut mir in die Augen, und ich versinke in seinem Blick.
„Hab ich dich geweckt?“
„Ach Quatsch. Ich verbring doch eh den halben Tag mit Schlafen und Dösen, was soll man denn hier schon mehr machen.“

Immer noch grinst mich Jean-Philippe breit an. „Ja! Und? Wie war die Fahrt?“ Ich muss auch grinsen. Welche Frage. Als gäbe es nichts wichtigeres.
„Und, willst du gar nicht frühstücken?“ Ich deute auf das Tablett auf dem Nachttisch.
„Keinen Hunger.“ Das Grinsen weicht aus seinem Gesicht.
„Du siehst ziemlich eingefallen aus, wenn ich ehrlich sein soll. Meinst du nicht, es wär‘ gut, zumindest ein wenig zu essen? Kraft kannst du jetzt gut gebrau­chen.“ Ich versuche, ihm möglichst sanft das Essen etwas näher zu bringen.
„Ich weiß, ich weiß“, sagt er zu meiner Überraschung. „Ich hab schon zu hause auf der Wage gesehen, dass ich wieder einige Kilo verloren habe. Aber das?“, er zeigt auf den Teller.
Auf dem Tablett sehe ich die halb leer getrunkene Tasse Tee, einen zerquetsch­ten Teebeutel daneben. Einen Apfel, einen Teller, darauf einige Stücke ge­toastetes Baguette und zwei Portionspackungen Marmelade. Zwar nicht viel für meinen Geschmack, aber sieht doch eigentlich ganz lecker aus. Ich sehe ihn ahnungslos an.
„Das da“, und nebenbei lerne ich so das französische Wort für Zwieback, „kann ich nicht essen. Kratzt viel zu sehr im Hals.“
Er macht seinen Mund weit auf. Zeigt mit seinem Zeigefinger auf seine Zunge.
Ein Blick, und ich verstehe. Beinahe alles ist weiß, Zunge und Gaumen sind von einer pelzigen weiß-grauen Schicht überzogen. „Du hast Pilz!“
„Im Rachen auch“, ergänzt er.
Kein Wunder, dass er das knochentrockene ge­toastete Baguette nicht essen kann. Zwieback geht gar nicht, nicht mit Pilz im Rachen. Gedankenlosigkeit des Personals? Uner­fahrenheit?
„Bekommst du Medikamente dagegen?“
Er zeigt auf die Nachttisch-Schublade, in der einige Pillen in einem großen Plas­tik-Schieber liegen. „Wirkt aber nicht. Soll heut Nachmittag was anderes be­kommen, angeblich ganz neu zugelassen.“
„Aber trotzdem musst du doch jetzt was essen“, beharre ich.
„Ich weiß“, nickt er still. „Aber das war gestern auch schon so. Da hab ich das Frühstück gleich wieder zurück gehen lassen, hab nur den Tee getrunken.“
„Moment mal, da muss es doch was anderes zu essen gehen.“
Er schaut mich verunsichert an, während ich aufstehe.

Einige Zimmer weiter treffe ich auf eine der Stationsschwestern. Eine nette far­bige sehr korpulente Frau, wohl etwa in unserem Alter.
‚Champignon‘, das französische Wort, das wir für einen bestimmten Speisepilz verwenden, in Frankreich bezeichnet es auch diverse Pilzerkrankungen. Welche bittere Ironie, Nahrung und Unmöglichkeit zu essen so nahe in einem Wort bei einan­der. Ich schiebe meine Gedanken beiseite. Versuche ihr in meinem nicht allzu guten Französisch zu erklären, dass er mit einem Rachen voller Pilz wohl un­möglich trockenen Zwieback essen könne.
Zunächst sieht sie mich ungläubig an, lacht aber immer wieder, als würden sie meine lebhafter werdenden Gesten erheitern. War das mit dem ‚Champignon‘ doch verkehrt? Nein, plötzlich grinst sie. Ich muss wohl sehr rat­los dreingeschaut haben.
„Ist schon gut, ich glaub ich hab verstanden, der Zwieback kratzt so, dass er ihn nicht mag.“
Erleichtert atme ich auf.
„Geben Sie mal her“, sie nimmt mir das Tablett ab, „ich werd mal sehen was ich machen kann.“

Nach einer halben Stunde, Jean-Philippe kommt gerade von der Morgenwäsche aus dem Bad, klopft sie an die Zimmertür. Bringt ein neues Tablett herein. Dar­auf ein Teller mit einigen Scheiben ungetoastetem Weißbrot, etwas Marmelade, eine kleine Packung Obst-Kompott, ein Becher Joghurt, eine Tasse Kraftbrühe.
„Speziell für Sie!“ Sie lacht Jean-Philippe über ihr ganzes Gesicht an. „Und alles aufessen!“ Sie versucht streng zu wirken und muss doch selbst lachen.
„Ich hab Ihrem Bekannten gleich einen mitgebracht.“ Sie zeigt auf einen zweiten Becher. „Muss dann mal weiter, viel zu tun heute Morgen!“
„Klasse, vielen Dank“ rufe ich ihr hinterher, während sie schon wieder durch die Tür entschwindet.

~

In den nächsten Tage pendele ich fast nur zwischen der Wohnung von Syriac und Jean-Philippe und der Place Pi­galle. Syriac arbeitet tagsüber, so dass wir schon am ersten Abend gemeinsam mit Jean-Philippe eine Art Aufgabenteilung vereinbaren. Morgens, nach dem Früh­stück, fahre ich in die Klinik, um zusammen mit Jean-Philippe den Tag zu verbrin­gen. Abends, nach seiner Arbeit, kommt dann Sy­riac, bleibt in der Klinik bis Jean-Philippe einschläft. Am nächsten Morgen über­nehme ich wieder.

So vergehen die Tage. Jean-Philippe bekommt erstaunlich wenig Besuch. Seine Mut­ter, sein kleiner Bruder. Einige wenige Freunde, die ich teils bereits kenne. Sein Vater nicht, ‚um Himmels Willen‘ bekomme ich zur Antwort, als ich danach fra­ge.

Die meiste Zeit verbringt Jean-Philippe im Bett; er hat nur wenige Untersuchungen oder Arzt-Visiten. Vertreibt sich die Zeit, hofft auf Besserung, darauf dass die Medi­kamente zu wirken beginnen.
Wir unterhalten uns viel in diesen Tagen, über sein Leben, seine Arbeit, wie er Syriac kennen gelernt hat. Über mein Leben, Frank, meinen Job. Über mein Engagement bei ACT UP Köln, das er nicht verste­hen kann, ab­lehnt. Zu aggressiv, findet er. Militantes Auftreten, das versucht er mir in teils hefti­gen Diskussionen klar zu machen, das bringe doch gar nichts, loh­ne sich nicht, das sei der falsche Weg die Dinge zu ändern. Klar, auch in Frankreich werde bei wei­tem nicht genug für Infizierte und Kranke unternom­men. Mit Gesprächen, Petitionen, Diskussionen, damit könne man doch viel mehr erreichen. Aber ACT UP? Das sei doch viel zu radikal. Wir würden doch gerade die verprellen, deren Hilfe wir bei der Lösung der Probleme benö­tigten.

Die Abende verbringe ich meist zuhause. Zuhause, dazu ist die Wohnung von Syriac und Jean-Philippe geworden, wenn auch nur zeitweise, behelfsmäßig, und ohne das Gefühl des Zuhauseseins.
Rosalie, Jean-Philippe und Syriacs Katze, streift um meine Beine, schnurrt zu­frieden, während ich sie vorsichtig kurz kraule. Hatte Rosalie mich in den ersten Tagen noch misstrauisch beäugt, Abstand ge­halten, so hat sie inzwischen längst vorsichtig, je­den Tag ein wenig mehr, Vertrauen zu mir gefasst. Liegt nun abends oft zu meinen Fü­ßen, wenn ich im Sessel sitze, irgendein französischer Fernsehkanal läuft, oder ich am Minitel mit wildfremden Männern chatte. Jean-Philippe, der einige Tage später aus der Klinik entlassen wird, grinst, als er hört wie ich die Katze ‚Toxe‘ rufe.

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Einige Tage mit dir
1. Conti & co.
2. Sternenhimmel
3. Fühlt euch wie zuhause
4. Tristesse in Pigalle
5. Allooo, isch Jean-Philippe Muutti
6. Le Vaudeville
7. Wo bin ich?

10 Antworten auf „Einige Tage mit dir – 4. Tristesse in Pigalle“

  1. Eine schöne Geschichte die mir von Anfang an sehr gefallen hat. Eine Geschichte die geradezu nach mehr schreit wenn auch zu befürchten ist das es nicht mehr viele Teile geben wird.
    Sie zu lesen mach mich einerseits endlos traurig, da ich an viele verlorene Freunde aus vergangenen Tagen erinnert werde. Sie gibt aber auch Kraft sich nicht einfach verloren zu geben, zu kämpfen, zu zeigen das man nicht alles einfachso hinnehmen kann und darf, das es sich auch lohnt für andere und sich zu kämpfen. Sie erinnert an noch gar nicht solange vergangene Zeiten als HIV=AIDS=TOD war, an die Notwendigkeit für eine bessere Behandlung sowohl Medizinisch als als auch in der Pflege und Betreuung zu fordern.
    Gerade damals haben viele Kliniken und Krankenhäuser nicht begriffen, das AIDS-Patienten besondere Bedürfnisse auch in die Ernährung haben.
    Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil dieser Geschichte.
    Danke

  2. @ Diego:

    ja, diese ereignisse sind nun 21 / 22 Jahre her, und berichten damit auch über eine hiv-situation, die sich inzwischen deutlich verändert hat.

    auch für mich sind viele erinnerungen an diese zeit sehr traurig, schmerzhaft. viele dieser erinnerungen sind mir privat. nachdem viele seiten texte darüber seit jahren in kopf, herz und auf rechner gewachsen sind, habe ich mich über die feiertage entschlossen, über die „tage mit jean-philippe“ (in stark gekürzter form) hier zu erzählen.

    und – die geschichte geht weiter, sie ist siebenteilig 😉

    liebe grüsse,
    ulli

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