Mitglied des Nationalen Aids-Beirats

Der Bundesminister für Gesundheit hat am 22. Juli 2013 den Nationalen Aids-Beirat neu berufen. Als ein Mitglied des Nationalen Aids-Beirats bin ich ab 22.7.2013 neu berufen worden.

Der Nationale AIDS-Beirat berät die Bundesregierung zu aktuellen sozialen und medizinischen Fragestellungen zu HIV/AIDS.

Mitglieder des Nationalen Aids-Beirats sind:

Bernd Aretz, Selbsthilfe
Prof. Dr. med Dr. phil. Klaus Bergdolt, Medizinhistoriker
Prof. Dr. med.Norbert H. Brockmeyer, Klinischer HIV-Spezialist
Kelly Calvacanti, Selbsthilfe
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß; Medizinethiker
Dr. med. Annette Elisabeth Haberl, Klinische HIV-Spezialistin
Dipl.-Päd. Silke Klumb, Prävention und Versorgung; Interessenvertretung
Heidrun Nitschke, Ärztin im öffentlichen Gesundheitsdienst
Prof. Dr. med. Jürgen Rockstroh,Klinischer HIV-Spezialist
Prof. Dr. rer. pol. Dipl.-Kaufm. Rolf Rosenbrock, Sozialwissenschaftler
Professor Dr. med. Reinhold E. Schmidt, Klinischer HIV-Spezialist
Prof. Dr. jur. Margarete Schuler- Harms, Juristin für öffentliches Recht
Dipl.-Psych. Ulrike Sonnenberg-Schwan, Psychologin
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink; Klinischer HIV-Spezialist
Prof. Dr. jur. Jochen Taupitz; Gesundheitsrechtler /Medizinethiker
Dipl.-Soz.Päd. Gaby Wirz; Selbsthilfe
Ulrich Würdemann; Selbsthilfe

Die nächste Sitzung des Nationalen AIDS-Beirats NAB findet am 17. September 2013 statt

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Ich freue mich über die Berufung in den Nationalen Aids-Beirat und sehe hier eine gute Möglichkeit, Interessen von Menschen mit HIV und Aids einzubringen und zu vertreten.
Aktuell wichtig als Themen sind mir (neben den Themen, die der NAB bereits behandelt, wie Kriminalisierung, Migration) u.a. die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen in Haft, sowie die Frage der Versorgungssituation in der Fläche / außerhalb von Ballungsräumen. Generell möchte ich dazu beitragen, die Umsetzung des GIPA-Prinzips zu fördern, dass Menschen mit HIV in die sie betreffenden Diskussionen und Entscheidungsprozesse adäquat und aktiv einbezogen werden.

Du hast Anregungen, Hinweise auf wichtige Themen oder auch Fragen? Ich freue mich drauf – gern hier als Kommentar, oder in einer persönlichen Nachricht.

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Nachtrag 06.11.2015:
Die Berufungsperiode für den Nationalen Aids-Beirat beträgt zwei Jahre. Der Bundesgesundheitsminister hat Anfang November 2015 entschieden, die Berufungszeit der Mitglieder des Nationalen Aids-Beirats um ein weiteres Jahr zu verlängern.

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Bundesministerium für Gesundheit 22.07.2013: Nationaler AIDS-Beirat neu berufen
DAH 22.07.2013: Stärkere Community-Vertretung im Nationalen AIDS-Beirat
queer.de 24.07.2013: Ulrich Würdemann im Nationalen Aids-Beirat

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12 Antworten auf „Mitglied des Nationalen Aids-Beirats“

  1. Gratuliere zu Deiner Berufung in den Nationalen AIDS Beirat. Das Du dazu beitragen willst, die Umsetzung des GIPA-Prinzips zu fördern, dass Menschen mit HIV in die sie betreffenden Diskussionen und Entscheidungsprozesse adäquat und aktiv einbezogen werden, finde ich eine sehr gute Idee.

    Meines Wissens gibt es leider noch keine adäquate Übersetzung der „The Greater Involvement of People Living with HIV (GIPA)“ in Deutsch. Ein erster Schritt wäre es die „GIPA Prinzipine“ zu übersetzen bzw übersetzen zu lassen da nicht jeder von „Uns“ der englischen Sprache mächtig is. Zudem sind die Prinzipien in „Konferenz Sprache – Englisch“ verfaßt worden. Dies bedingt das viele Worte „eine diplomatische Konnotation“ beinhalten. In Neudeutsch ausgedrückt: Manches kann man von Hier bis nach Bosse dehen . . . 😉

  2. Mein Glückwunsch zu Deiner Berufung!

    Gerad heraus: Wenn ich mir Etwas als Betroffener wünschen könnte,
    dann, dass die Bevölkerung wieder mehr über HIV aufgeklärt wird. Ich
    denke, es wird immer so schnell vergessen. Intoleranz und Diskriminierung
    finden jedoch immer Zugang zu Menschen und diese vervorurteilen schneller
    als einem überhaupt lieb sein könnte. Gerade ausserhalb von Ballungsräumen
    (ich habe gerade einen hinter mich gelassen und zog aufs Land) müssten viele
    wieder einmal wachgerüttelt werden. Es ist halt nun mal keine Schwulen
    spezifische Krankheit, es kann jeden ereilen; aus Unwissentlich, Unachtsamkeit,
    auf der Suche nach Zärtlichkeit und Liebe, die einem zur Selbstaufgabe bringen
    kann (wie es mir passiert ist).
    Auch finde ich die ärztliche Versorgung mit Spezialisten und Schwerpunktpraxen
    ausserhalb von Großstädten ausbaufähig. Dies hast Du ja schon auf Deiner Liste
    stehen.
    Ich wünsche Dir, mir und allen Betroffenen viel Kraft für die bevorstehenden Aufgaben.
    Leo

  3. Hey Ulli, herzlichen Glückwunsch!!

    Der NAB hat mit seinen Stellungnahmen in der letzten Zeit dazu beigetragen, die Therapiefortschritte (insbes. bzgl. wirksame Therapie/Infektiosität) auf der alltäglichen Handlungsebene wirksam werden zu lassen. Ich wünsche mir sehr, dass diese Linie weitergeführt wird.

    Ich mache immer wieder tagtäglich die Erfahrung, dass Menschen bass erstaunt bzw. ungläubig irritiert sind, wenn sie hören, dass unter wirksamer Therapie keine HIV-Übertragungen mehr stattfinden. Ich finde es beschämend, dass 5 Jahre nach der EKAF-Stellungnahme hier immer noch so viel Graswurzelarbeit zu tun ist.

    Da ist auch für den NAB immer noch viel zu tun.

    LG Michael

    1. Danke, lieber Michael 🙂

      Ich bin mir nicht sicher, wie weit der NAB über das, was er zur Viruslastmethode konkret schon gesagt hat, auch dafür sorgen kann, dass dieses Wissen in den Köpfen ankommt – oder ob da nicht andere Organisationen und Medien gefragt sind.
      Ich nehm den Gedanken aber mit und besprech ihn

      LG Ulli

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