Marcel Dams Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (akt.)

Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2018 um 10:03

Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung an Marcel Dams für sein Video-Blog ‚TeilzeitVLogger‘

Marcel Dams Medienpreis – der Blogger und Vlogger Marcel Dams erhält den Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung. Der Preis wird auf dem Deutsch-Österreichischen Aids-Kongress verliehen.

Marcel Dams engagiert sich seit Jahren – angesichts seines jungen Lebensalters ist allein dies bereits bemerkenswert – für HIV-Prävention und HIV-Positive, mit einem eigenen Blog, als Rollenmodell bei der Präventions-Kampagne ‚ich weiss was ich tu!‘ der Deutschen Aids-Hilfe sowie mit seinen Videos.

Dams betreibt einen eigenen Video-Kanal ‚TeilzeitVlogger‘ auf der weit verbreiteten Plattform YouTube, den er regelmäßig (derzeit wöchentlich) mit neuen Videos beschickt.

Er ist damit aktiv mit einem Medium (Videos) und auf einem Kanal (YouTube), den sehr viele Menschen nutzen, aber mit/auf dem bisher nur wenige Menschen sich für das Thema HIV / Aids engagieren, präsent sind – und noch weniger als offen HIV-Positive.

Marcel Dams macht dies mit bemerkenswertem Erfolg und beeindruckender Reichweite: binnen kurzer Zeit wurden seine Videos bereits über 110.000 Mal gesehen (Stand 8. Juni 2013: 117.624 Aufrufe). Annähernd 1.200 YouTube-Nutzer haben seinen Kanal abonniert und sehen seine Videos regelmäßig.

Marcel Dams, Träger des Medienpreises 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (Foto: privat)
Marcel Dams, Träger des Medienpreises 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (Foto: privat)

Dams erreicht über das Medium YouTube mit seinem Kanal TeilzeitVlogger Menschen, die ansonsten wenig mit den Themen HIV und Aids, mit der Lebenssituation HIV-Positiver oder den Problemen von Stigmatisierung und Diskriminierung als HIV-Infizierter in Berührung kommen. In besonders großem Umfang erreicht er dabei junge Menschen. Durch seine Art, HIV und Aids persönlich zu thematisieren, erreicht er zudem viele Menschen auf eine andere Weise als dies redaktionelle Artikel vermögen. Viele seiner Beiträge führen zu intensiven Diskussionen, sowohl auf YouTube als auch in sozialen Netzwerken. Und er hat mit zahlreichen anderen Bloggern und Vloggern Zusammenarbeiten aufgebaut – Vernetzung mit Menschen, die selbst Aktive sind, zu HIV / Aids aber bisher keinerlei Bezug hatten.

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Marcel Dams Medienpreis 2011/12 Deutsche Aids-Stiftung – Fotos der Preisverleihung

Marcel Dams Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (Foto: Patrik Maas)
Marcel Dams Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (Foto: Patrik Maas)
Preisträger des Medienpreises 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung, in der Mitte Marcel Dams (Foto: Patrik Maas)
Preisträger des Medienpreises 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung, in der Mitte Marcel Dams (Foto: Patrik Maas)

Danke Patrik Maas für die Fotos!

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Marcel Dams selbst kommentierte die Preisverleihung

„Wie oft wird uns vorgeworfen wir würden uns nicht für Politik und unsere Zukunft interessieren… Doch! Aber wir wollen eine Politik, bei der wir mitbestimmen können …
Das Internet bietet uns die Möglichkeiten neue Wege zu gehen und uns einzubringen. Wir erheben unsere Stimme, nicht nur virtuell, dass funktioniert alleine nicht, aber immer dann, wenn es uns hilft unseren Forderungen Gehör zu verschaffen. …
Ich bin stolz auf diesen Preis, aber Lorbeeren sind nicht dafür da, um sich auf ihnen auszuruhen! Die Reise geht weiter!“

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Weitere Preisträger sind
– Kai Kupferschmidt für seine Reportage „Positiv oder negativ“, in der er darüber schreibt, wie er eine Zeitlang davon ausging, sich möglicherweise mit HIV infziert zu haben
– Jobst Knigge für seine Dokumentation „Der Aids-Krieg“ über die Auseinandersetzungen zur HIV/Aids-Politik in den 80er Jahren
– Mira Thiel und Benjamin Cantu für ihre Dokumentation „Der Berliner Patient – Geheilt von Aids“

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Du hast es dir verdient – ganz herzlichen Glückwunsch Marcel!

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Marcel Dams bloggt als Teilzeitblogger

Marcel Dams Video-bloggt als TeilzeitVlogger

3 Antworten auf „Marcel Dams Medienpreis 2011/12 der Deutschen Aids-Stiftung (akt.)“

  1. Lieber Ulli,

    danke für diesen ausführlichen Bericht, den ich kurz nach der Preisverleihung zwar überflogen, aber nicht richtig gelesen habe. Dazu war ich auch nicht in der Lage, es gingen mir einfach viele, viele Gedanken durch den Kopf. 🙂

    Es ist schon ein wahnsinniges Gefühl, was man mit den neuen Medien alles erreichen kann. Wir werden sehen, wo das hinführt und sie so gut es geht nützlich verwenden.

    Lieben Gruß,
    Marcel

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