Gedenktafel für Ronald M. Schernikau

Zuletzt aktualisiert am 19. März 2013 um 18:08

In Leipzig wird am Sonntag, 11. Juli 2010 eine Gedenktafel für den Dichter und Autor Ronald M. Schernikau enthüllt. Schernikau lebte 1986 bis 1989 in Leipzig.

‘leipzig ist die glücklichste zeit”, schrieb Ronald M. Schernikau in “die tage in l.”

Im September 1986 war Schernikau von West-Berlin nach Leipzig gezogen. Als erster Bürger der BRD hatte er am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ ein Studium aufgenommen. Seine Abschlussarbeit, vorgelegt im Mai 1988, wurde 1989 unter dem Titel “die tage in l.” publiziert.

Zuvor hatte der 1960 geborene Schernikau bereits 1980 in der BRD einen bemerkenswerten Erfolg mit seinem ersten Werk erzielt, der “Kleinstadtnovelle”. Das bei Rotbuch erschienene und nach kurzer Zeit vergriffene Buch berichtet von einem schwulen Coming-Out in einer westdeutschen Kleinstadt.

1989 wurde Schernikau Bürger der DDR und zog um September 1989 nach Berlin-Hellersdorf um. Er starb am 20. Oktober 1991 an den Folgen von Aids. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der St. Georgen-Gemeinde in Berlin-Friedrichshain.

In Gedenken an Schernikaus Leipziger Zeit und Wirken wird am Sonntag, 11. Juli, dem 50. Geburtstag des Dichters, um 14.oo Uhr in Leipzig eine Gedenktafel enthüllt. Anwesend sein werden u.a. Schernikaus Mutter Ellen sowie Matthias Frings, Autor der Biografie „Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau”.

Danke an Matthias!

weitere Informationen:
Internetseite Ronald M. Schernikau
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